Sonntag, 19. November 2017

Eigentlich...

... sollten am Ende dieses Wochenendes hier ganz viele Bilder von Meer und Weite, von unserem schönen Zimmer im Hoftel, von unserem Besuch im Museum der Westküste und der vielversprechenden Ausstellung über Trachten, von der Tierfütterung im Nationalparkhaus und nochmal Strand und Meer und Meer und Strand und Föhr zu sehen sein.

Aber ach, ach...

Nachdem vor 2 Wochen der Adventsjunge, ein paar Tage später der kleine Bruder, an dem folgenden Wochenende das Mutzelchen und der Liebste mit Magen-Darm-Beschwerden (noch elegant ausgedrückt) darnieder lagen, hat es mich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erwischt. Von jetzt auf gleich heftigste Bauschmerzen und weitere fürchterliche Sachen. Ich sage mal so, die Investition in einen guten Geburtsvorbereitungskurs (Veratmen!) lohnt sich fürs ganze Leben. Uff.

Im Laufe des Freitags kam dann auch eine Rundmail unseres Kindergartens, es ist mittlerweile erwiesen, dass das Noro-Virus sein Unwesen treibt. Alles putzen, desinfizieren und Händewaschen half nichts, dieses Virus ist äußerst rege. Mir fehlen der komplette Freitag und der Samstag. Ich war so fertig, dass ich nur geschlafen habe. Dazu bin ich sehr traurig, dass wir unseren kleinen Ausflug nach Föhr streichen mussten. Nächstes Mal gibts 'ne Reiserücktrittskostenversicherung. Die Wyker Dampfschiffsreederei hat uns allerdings unsere Kosten für die Autofähre erstattet.

Am heutigen Sonntag war ich ganz plötzlich wieder fit, die letzten Tage liegen wie ein schlechter Traum im Nebel. Heute Morgen war die Augustschnuppe ganz unüblich schon um 6:30 Uhr wach. Ich machte sie frisch und legte sie zwischen mich und den Liebsten. Da brabbelte sie eine Weile vor sich hin, bis die Jungs aufwachten. Das Mutzelchen übernachtete die letzten zwei Nächte bei ihrer Freundin.

Zur Frühstückszeit gegen 9 Uhr war es draußen pechschwarz, so dass ich mit Kerzen dagegenarbeitete. Letztes Weihnachten habe ich bei Kähler einen großes Porzellanpaket gewonnen, daher stammen u.a. einige Häuschen und die weißen Kerzenhalter.

Nach der Sendung mit der Maus hatten wir ein bisschen Lust auf adventliche Stimmung. Der Liebste holte unseren Koffer mit den Weihnachtsbüchern aus dem Keller. Den habe ich vor einem Jahr gekauft. Weil wir die Bücher wirklich nur im Advent anschauen, haben sich die Kinder drauf gestürzt. Der Adventsjunge erinnerte sich an sein liebstes Büchlein "Weihnachten im Wald"*, dessen Reime teilweise in unseren Sprachgebrauch übergegangen sind. Das Mutzelchen nahm sich gleich die traumhaften Bücher "Die wunderbare Weihnachtsreise"* und das Nachfolgerbuch "Ein wunderbarer Weihnachtswunsch"* mit in ihr Zimmer. Und der kleine Bruder schnappte sich den Klassiker "Wo der Weihnachtsmann wohnt"* und fing gleich an, zu lesen. Psssst, ein paar schöne Neuzugänge für den Weihnachtskoffer habe ich schon im Schrank, die zeige ich bald.

Mittags gab es Kürbiscurry mit Reis. Die Augustschnuppe bekam ihren ersten Winterpullover an und die Zweige mit meinen gefilzten Hagebutten die jahrzehntealten Anhänger aus Messing, die mir plötzlich doch ganz gut gefallen. Dann haben wir unsere rote Bettwäsche aufgezogen und es uns den Rest des Tages gemütlich gemacht. Mal sehen, ob der Liebste und ich heute den Tatort aus Münster sehen können, es ist der einzige Tatort, den wir überhaupt noch gucken.


Noch mehr Familienwochenenden sind bei Susanne versammelt.









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Freitag, 17. November 2017

Dieser Moment...

Nur ein Foto, keine Worte. Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.


Mittwoch, 15. November 2017

Endlich wieder Aquafitness!

Machen wir uns nix vor: man wird nicht jünger. Als gestern Abend die Trainerin beim Aquafitness fragte, wer wegen "Aua" da sei, meldete ich mich. Ja, deswegen war ich auch dort. Meine Schultern und mein Nacken werden gerade arg gebeutelt. Ausruhen geht nicht, denn ich habe täglich das Baby im Arm. Füttern, wickeln, schuckeln, hochheben, reinlegen, rausnehmen und alles wieder von vorn...

Die Physiotherapeutin hilft mir, meine verspannten Muskeln zu lockern. Ich versuche, öfters ein paar kleine Übungen einzubauen. Aber reichen tut das noch lange nicht. Deshalb habe ich mich wieder beim Rückenkurs im Schwimmbad angemeldet.

Viel zu lange war ich nicht mehr dort. Ich packte meinen großen Rucksack. Badeanzug, Handtuch, Badelatschen, Duschbad, Kamm. Meine Anmeldebestätigung per QR-Code, denn den Kurs konnte ich online bei den Bäderbetrieben buchen und bezahlen. Und los!

Ein paar Schritte vor dem Schwimmbad fiel mir ein, dass ich die Euromünze für das Schrankschloss vergessen hatte. Die freundliche Frau an der Kasse borgte mir eine Münze. In der Umkleidekabine muss ich noch ein bisschen an meinem Ablauf feilen.

Aber dann stand ich frisch nach Lavendeldusche duftend in der Schwimmhalle. Ich war noch ein bisschen zu früh. Im kleinen Kursbecken war noch Betrieb. Draußen war es schon dunkel. Das große Schwimmerbecken lag ausgebreitet vor mir. Es war von unten beleuchtet und schimmerte geheimnisvoll grün-türkis. Ich stieg die Treppe hinunter und freute mich, denn das Wasser war gar nicht so kalt, wie ich befürchtet hatte.

Ich schwamm ein paar Bahnen und hing mich dann an den Rand und beobachtete ein bisschen die Mitschwimmerinnen und Mitschwimmer. Ich wollte meine Kräfte für den Kurs einsparen. Hinten am Rand fand ein Schwimmkurs für Erwachsene statt. Mehrere junge Männer hatten Poolnudeln unter den Achseln klemmen und machten zögerliche Bewegungen. Fand ich toll. Eine Gruppe Frauen schwamm nah am Rand und unterstützte sich gegenseitig.

Dann bemerkte ich Bewegung am kleinen Kursbecken. Ich entstieg dem großen Becken und begab mich in die kleine Nebenhalle.

Als ich dann dort war, traf ich zwei junge Frauen. Wir kamen ins Gespräch. Beide haben Sommerbabys, etwas älter als die Augustschnuppe. Sie waren gestern das erste Mal nach der Geburt von den Babys getrennt und wieder im Schwimmbad. Sie schauten so aufgeregt und ein bisschen zweifelnd, ich fand das irgendwie anrührend.

Ich dachte an alle meine Babys und wie die ersten Trennungen so verliefen. Wie ich jedes Mal sicherer wurde und auch selbstbewusster für mich einstand. Und dann merkte ich es wieder: ich tue das für mich. Für meine Gesundheit. Aber auch für meine Seele. Denn eine Stunde ins Blaue schauen, das Rauschen des Wassers hören, schwerelos sein, meine Muskeln spüren und arbeiten lassen, tut mir einfach gut.

Und deshalb habe ich meinen Aufenthalt im Schwimmbad sehr genossen. Habe alle Übungen im Kurs ganz bewusst ausgeführt. Habe gespürt, was mir gut tut und wo es noch hakt. Ich hatte Hanteln mit Auftrieb an den Händen, so dass der Wasserwiderstand etwas erhöht war. Zunächst hatte ich Angst, weil meine Schultern ziemlich schmerzten. Aber je länger ich dabei war, desto besser konnte ich mich bewegen. Die Zeit ist nur so verflogen!

Nach dem Kurs habe ich extra getrödelt. Ich bin nicht zur Dusche gehetzt, sondern habe mich noch ein wenig im Becken bewegt und mich von den Massagedüsen durchschütteln lassen. Dann duschen, abtrocknen, ankleiden und Haare föhnen. Ganz gewärmt und entspannt bin ich mit dem Bus nach Hause gefahren. Endlich wieder Aquafitness! Ich freue mich!


Dienstag, 14. November 2017

Getestet: Invisible Ink



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Interview mit meinen Kindern:

Kleiner Bruder, wir haben jetzt das neue Spiel „Invisible Ink“ gespielt. Wie hat es dir gefallen?

Mir gefällt das Spiel sehr gut. Am meisten das mit den Brillen. Wenn man würfelt, ist es immer sehr überraschend, wer beim Malen eine Brille aufhat und wer nicht. Wenn nur der Maler eine Brille aufhat, haben die anderen es ein bisschen leichter, weil sie sehen können, was gemalt wird.

Ich finde, die Altersangabe kann man ruhig ein bisschen vertiefern. Weil ich bin jetzt 8 Jahre alt und ich kann das jetzt auch schon sehr gut spielen. Und auf der Packung steht, es ist von 10 bis 99 Jahre gedacht.



Was sollte man denn können, um „Invisible Ink“ spielen zu können?

Man muss sehr schlau sein und man muss sehr gut malen können. Also nicht soooo gut, aber auf jeden Fall so gut, dass man erkennen kann, was gemalt wurde. Und man muss schlau sein, um das gemalte zu erkennen.

Hmhm. Du meinst, man sollte gut im Raten sein?

Ja, genau.

Aber sag mal, muss man wirklich so gut zeichnen können?

Naja, sooo gut muss man gar nicht zeichnen können. Denn es ist ja auch lustig, was dabei rauskommt. Aber auf jeden Fall: ich finde das Spiel richtig, richtig toll!

Und Du meinst, es ist auch schon für Achtjährige gut geeignet?

Ja. Ich würde sagen so von 7 bis 99 Jahren.

Aha. Und wenn jetzt jemand 100 Jahre alt ist?

Nee, dann nicht mehr!

Hihi, aber mit 99, ja?!

Ja!

Okay. Vielen Dank, kleiner Bruder! 

Mutzelchen, was sagst du zu dem Spiel?

Ich finde es ganz gut. Ich fand nur blöd, dass ich beim Würfeln immer so gewürfelt habe, dass ich die Brille beim Malen aufsetzen musste und dann nicht gesehen habe, was ich male. Ich finde es eigentlich cooler wenn der Maler nicht die Brille aufsetzen muss und die anderen aber, so ist das Raten spannender und voll lustig.

Das Spiel ist gut. Mein Bruder und ich sind ja Detektive, wir kennen uns mit Raten aus. Also wir spielen oft, dass wir Detektive sind. Und deshalb sind wir gut im Erforschen und Raten.



Die Zeit wird ja mit einer Sanduhr gestoppt. Reicht die Zeit zum Malen aus?

Naja, sie ist eigentlich zu kurz. Da muss man schnell sein. Beim Malen und beim Raten. Manche Begriffe sind auch schwer zu zeichnen. Wenn man sie nicht kennt, kann man sie nicht malen. Zum Beispiel sollte ich eine Sense malen, da wusste ich nicht, wie ich das malen soll.

Kleiner Bruder, weißt du, was eine Sense ist?

Ja, das ist so ein großer Stab wo vorne eine gebogene Klinge dran ist, die sehr, sehr scharf ist.

Mutzelchen: Ich finde, man muss für dieses Spiel zeichnen können. Also, hm, es gibt Leute, die können richtig schlecht zeichnen, dann ist es ja sehr schwer zu erraten.

Meinst du?!

Ja, bei manchen ist das so. Aber so ist es auf alle Fälle sehr lustig!

Kleiner Bruder?

Ich finde, das Spiel ist auch gut für Leute, die nur Englisch sprechen, denn auf den Karten stehen die Begriffe auch in Englisch drauf.

Mutzelchen: Verwirrend ist das mit den Punkten und den blauen und grünen Wörtern. Aber da haben wir das ja einfach so gespielt, wie wir es wollten. Also wir haben immer nur den grünen Begriff gemalt und immer zwei Punkte dafür bekommen, wenn wir es erraten haben.



Würdet ihr das Spiel euren Freundinnen und Freunden empfehlen?

Kleiner Bruder: Ja, würde ich empfehlen!

Mutzelchen: Ich auch! Und für Leute, die nicht so gut raten können ist da ein kleiner Trick. Denn durch die Brille sieht man ganz bisschen durch, wenn es gerade frisch gemalt und der Strich noch nass ist, dann sieht man die Striche noch.

Pssssssst, den Trick darfst du doch nicht verraten!

Kleiner Bruder: Das war das Interview für das Spiel „Invisible Ink“. Vielen Dank!

Ich darf jetzt ein Spiel unter meinen Leserinnen und Lesern ein Spiel verlosen. Was sollen mir denn die Leserinnen und Leser hier in den Kommentaren schreiben, damit sie in den Lostopf wandern?

Kleiner Bruder: sie sollen eine kleine lustige Geschichte schreiben.

Mutzelchen: Das ist eine gute Idee!

Okay, dann machen wir das so!

Mutzelchen: Tschüss!

Kleiner Bruder: Tschüss!


Unser Spiel und das zu verlosende Spiel wurden uns zur Verfügung gestellt. Alle, die bis zum 17.11.2017, 24 Uhr, einen Kommentar hinterlassen, landen im Lostopf. Die Gewinnerin oder der Gewinner willigt ein, dass ich die Adresse zwecks des Versands des gewonnen Spiels weitergeben darf. Viel Glück!


Die Kommentare sind geschlossen. Vielen Dank allen Teilnehmerinnen!

Montag, 13. November 2017

Montagsspaziergang

In der Nacht hat es doch auch den Liebsten und das Mutzelchen erwischt. Magen-Darm-Erkrankungen sind echt gemein. Damit sich die beiden ein bisschen ausschlafen können, habe ich heute Vormittag mit der Augustschnuppe einen langen Spaziergang gemacht. Erst habe ich ein Päckchen zur Post gebracht und dann bin ich ins Naturschutzgebiet abgebogen. Die tiefstehende Sonne hat richtig geblendet. Und die Farben waren einfach wunderbar! Drückt uns die Daumen, dass ich und vor allem die kleine Augustschnuppe verschont bleiben!











Sonntag, 12. November 2017

12 von 12 im November

Heute ist wieder 12 von 12. Das Fotoprojekt gibt es schon ziemlich lange. Am 12. eines Monats macht man Fotos vom Tagesablauf und zeigt dann am Ende des Tages 12 Bilder im Blog. Der Reiz liegt darin, dass der Tag mal in der Woche oder mal am Wochenende sein kann. Gesammelt werden alle Beiträge bei Caro.

Ich habe heute um 00:03 Uhr mein Licht ausgeschaltet. Da war also schon der 12. Ich habe gar nicht zu Hause übernachtet, sondern in einem schicken Hotel am anderen Ende der Stadt. Gestern war ich nämlich zu einer Veranstaltung für Bloggerinnen und Blogger eingeladen und dufte danach im Hotel Gastwerk nächtigen. Von der Veranstaltung erzähle ich bald mehr.

Um 4 Uhr bin ich kurz aufgewacht, weil sich die Klimaanlage in meinem Zimmer eingeschaltet hatte. Das Summen mag ich nicht, deshalb schalte ich sie wieder aus. Dann schlafe ich wieder ein. Als ich aufwache ist es schon halb 9! Ui, das ist schon richtig spät!

Das ist mein Nachttisch. Ja, ich lese jetzt Harry Potter. Nachdem das Mutzelchen fast alle Bände durch hat, hat letzte Woche der kleine Bruder damit angefangen. Er hat den ersten Band in nur 5 Tagen durchgelesen. Und nun dachte ich, um mitreden zu können, lese ich jetzt auch mal. Die Harry-Potter-Filme kenne ich alle.


Ich stehe auf und gehe duschen. Die große Regenwalddusche hätte dem Liebsten auch gefallen. Um kurz nach 9 Uhr fahre ich mit dem Fahrstuhl runter zum Hotelrestaurant. Dort treffe ich andere Bloggerinnen und Blogger und auch die Menschen, die mich vor ein paar Wochen eingeladen haben. Wir quatschen noch ein bisschen und genießen unser Frühstück.

Das Buffet ist sehr üppig, mit verschiedenen Salaten, unterschiedlichsten Brot- und Brötchensorten, und auch Franzbrötchen natürlich. Das Birchermüsli ist sehr lecker und Pancakes habe ich auch noch in keinem Hotel gesehen.


Um kurz nach 10 muss ich leider mein schönes Domizil verlassen. Das Designhotel befindet sich in einem ehemaligen Industriebau, einem alten Gaswerk. Backstein ist einfach schön, finde ich.


Ich probiere heute mal die Regionalbahn nach Hause aus. Weil diese ständig so unzuverlässig ist, fahre ich nur ganz selten damit und nehme lieber einen Umweg in Kauf. Dabei brauche ich mit der Bahn nur eine Viertelstunde vom Hamburger Hauptbahnhof bis in unseren Stadtbezirk. Aber heute kommt die Bahn pünktlich und fährt mich störungsfrei nach Hause.


Zur Sendung mit der Maus um halb 12 bin ich da. Ich darf dann von meinem Abenteuer berichten und packe meine Mitbringsel für die Kinder aus. Bunte Weihnachtskekse, die ich gestern auf der Veranstaltung verziert habe.


Aber zunächst soll es Mittagessen geben. Der Liebste hat am Morgen schon den Pizzateig im Brotbackautomaten angesetzt. Das geht so einfach, das machen wir nur noch so. Wir belegen gemeinsam die Pizzen und können schon bald essen.


Nach dem Essen gehen wir eine Runde spazieren. Der kleine Bruder will lieber zu Hause bleiben und Schulaufgaben nachholen, denn er war letzte Woche drei Tage krank.


Die Pferdewiese ist heute verwaist. Wir laufen nicht drumherum, denn alles ist wegen des heftigen Regens in den letzten Tagen total matschig. Wir bleiben auf der Straße und laufen durchs Wohngebiet. Der Liebste und ich überlegen dann immer, in welchem Haus wir wohnen wollen würden oder was wir aus dem Garten machen würden. Ein kleines Spielchen von uns.





Zurück zu Hause machen wir es uns bei Kerzenschein gemütlich. Die Kinder essen ihre bunten Kekse, der Liebste und ich haben Stolle und Kaffee.


Dann spielen die Kinder noch ein bisschen. Als der Adventsjunge badet, probieren das Mutzelchen, der kleine Bruder und ich ein neues Spiel aus. Darüber werde ich demnächst berichten.

Zum Abendbrot gibt es die restliche Pizza vom Mittag. Nach dem Sandmännchen werden die Schultaschen bereitgestellt und dann verschwinden die großen Kinder in ihren Zimmern. Hörspiele wispern durch die Türen und der Liebste und ich lassen den Abend mit der Augustschnuppe auf dem Sofa ausklingen.


Freitag, 10. November 2017

Lichterfest

Gestern fand in unserem Kindergarten das Lichterfest statt. Hier im Norden läuft das in Kita und Grundschule ganz unchristlich ab. Und ich muss gestehen, erst durch das Lesen von Blogs lernte ich den Sankt-Martins-Brauch überhaupt kennen. Denn aus Berlin kannte ich ihn auch nicht. Meine Kinder kennen die Geschichte von Sankt Martin trotzdem, z.B. aus diesem wunderschönen Buch über den hilfsbereiten Schuster Martin* oder den Liedern.

Doch zuallererst habe ich den Kindern Gänse gebacken. Warum sollte ich nicht etwas von dem Brauch übernehmen?! Ich habe eine richtig große Ausstechform* gekauft. Die ist 24 Zentimeter lang! Das Rezept für den superschnellen Quark-Öl-Teig habe ich bei Tanja im schönen Blog Zuckersüße Äpfel gefunden. Das Backen ging ganz fix. Die Teigmenge reichte für 6 große Gänse. Beim nächsten Mal nehme ich aber weniger Backpulver. Für die Augen der Vögel verwendete ich Haselnüsse. Die Kinder waren richtig überrascht, als sie beim Nachhausekommen die süßen Tierchen auf dem Tisch sahen.

Gegen 16:30 Uhr sind wir dann zum Kindergarten gelaufen. Der Liebste hat dank Gleitzeit eher im Büro Schluss gemacht, um auch dabei zu sein. Es wurde schon dunkel. Im ganzen Außengelände waren Lichter verteilt. Entweder hingen selbstgebastelte Laternen in den Bäumen oder Kerzen flackerten in großen Gläsern in den Beeten. Im Sandkasten stand eine Feuerschale.

Zu Beginn versammelten sich alle Kinder mit ihren Familien um unseren Kindergartenmusiker. Alle bekannten Laternenlieder wurden angestimmt. Und damit auch alle Eltern kräftig mitsingen konnten, haben sie Kerzenhalter mit Liedtexten bekommen. Eine tolle Idee! (mit dem Sankt Martins Lied gibt es so einen Halter hier. Und hier heißt sie Elternlaterne.)

Nach dem Singen setzte sich der Zug in Bewegung. Es ging einmal um den Kindergarten rum und über den benachbarten Schulhof. Danach gab es Würstchen, Brötchen, Punsch und warmen Kakao. Ich finde unser Küchenteam ganz grandios und bin ganz dankbar, denn bei allen Veranstaltungen verköstigt es die Gäste. Wir sind dann nicht allzu spät wieder gegangen. Der Adventsjunge ist erfahrungsgemäß bei solchen Veranstaltungen schnell durch den Wind.

Am schönsten fand ich, wie wir zusammen als Familie mit den leuchtenden Laternen über dunkle Wege nach Hause gelaufen sind. Im warmen Wohnzimmer kuschelten wir uns alle auf dem Sofa ein und schauten gemeinsam das Sandmännchen.








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Drei Monate Augustschnuppe

mit drei Monaten...

... lächelt die Augustschnuppe ganz allerliebst
... manchmal auch mit Ton
... hat sie die schönsten blauen Augen der Welt
... war ein erster Friseurbesuch nötig, der Pony hing bis in die Augen
... beobachtet sie ihre eigenen Händchen
... führt sie die Hände vor dem Körper zusammen und befühlt sie
... sind die Hände immer öfter geöffnet
... fährt sie mit den Händen über verschiedene Oberflächen
... kann sie ein Tuch festhalten
... ist die Augustschnuppe unser erstes Kind, das keinen Schnuller braucht
... strampelt sie mit den Beinchen und hebt sie an
... versucht sie sich auf die Seite zu drehen
... schläft sie auch mal auf ihrer Krabbeldecke ein
... und schläft bis auf eine Fütterpause prima in der Nacht
... trinkt sie immernoch wenig pro Mahlzeit, dafür aber öfter
... macht sie örööö, abuuu und oooohhhh
... kann sie Spuckebläschen machen
... trägt sie Größe 62 und Windelgröße 3
... verfolgt sie mit ihren Augen das Geschehen auch weiter weg
... wird sie von allen Geschwistern geliebt
... und von uns Eltern natürlich auch 


Dienstag, 7. November 2017

Herbst in Angeln 7

Freitag, 27. Oktober 2017

Den schönsten Ausflug unseres Herbsturlaubes haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben. An unserem letzten Tag in Angeln wollen wir wieder eine Schiffstour auf der Schlei machen.

Am Morgen schaut der Liebste nochmal im Internet nach, wann genau das Schiff ab Kappeln abfährt. Überraschung: freitags fährt das Schiff nur von Kappeln nach Schleswig. Bestimmt auch sehr schön, aber wir wollen gerne in die entgegengesetzte Richtung nach Schleimünde zum Leuchtturm fahren. Ich werde kurz ein bisschen grummelig, sehe ich doch unseren Ausflug gefährdet.

Aber zum Glück fahren noch mehr Schiffe in Kappeln ab. Die Schlei Princess, ein Raddampfer, nimmt Kurs auf Schleimünde. So möchten wir also das erste Mal dieses Schiff ausprobieren. Wir parken in Kappeln am Hafen und laufen zum Schiff, das es erst seit 2014 gibt. Wir steigen ein und sind sehr überrascht. So ein großzügiges Ausflugsschiff haben wir noch nie gesehen. Das Hauptdeck ist barrierefrei, wir kommen mit dem Kinderwagen ganz bequem aufs Schiff und zu unseren Plätzen. Es gibt sogar eine barrierefreie Toilette mit Wickelplatz. Durch die bodentiefen Panoramafenster haben wir einen tollen Blick auf Wasser und Landschaft.

Auf dem Sonnendeck eine Etage drüber befindet sich ein kleines Kletterschiff für Kinder. Unsere Kinder nehmen das Angebot gerne an und sind Piraten. Zum Glück ist die Zahl der Passagiere an diesem Tag überschaubar, so haben die Kinder genug Platz auf dem Kletterschiff.

Wir schippern bei schönstem Sonnenschein die Schlei runter, an Maasholm vorbei, bis nach Schleimünde. Das dauert ungefähr eine dreiviertel Stunde. In Schleimünde beginnt die Weite der Ostsee. An der Lotseninsel legen wir an und haben 30 Minuten Aufenthalt. Auch hier befindet sich ein Kletterschiff aus Holz, das die Kinder gleich entern. Diesmal sind sie Wikinger.

Am Leuchtturm wird schon seit dem Sommer gebaut, deshalb kann ich da nicht hinlaufen, um zu fotografieren. Aber etwas Neues gibt es. Die Giftbude hat einen neuen Betreiber. Giftbude? Im Althochdeutschen bedeutet "Gift" Gabe, wie auch heute noch im Englischen. Über den neuen Betreiber haben wir neulich etwas in unserer Lieblingssendung mare TV gesehen. Schaut Euch die Sendung zum Thema Schlei unbedingt mal an, es ist so herrlich!

So schauen der Liebste und ich uns die Giftbude mal von innen an und schnacken mit dem sympathischen Inhaber. Um dort etwas zu essen, reicht diesmal unsere Zeit nicht. Aber im nächsten Sommer wollen wir unbedingt mal länger auf der Insel bleiben und in der Giftbude essen. Die Speisen sind schlicht, modern und regional. Eine kleine Gabe wird für uns schnell frisch zubereitet. Wir bekommen eine Spitztüte mit Algenbällchen und Kräuterquark mit. Die sind richtig lecker!

Dann müssen wir leider schon wieder aufs Schiff. Tschüss Schleimünde!
Und tschüss Angeln, bis nächsten Sommer!


Hier nochmal alle Tage im Rückblick:

Herbst in Angeln 1
Herbst in Angeln 2
Herbst in Angeln 3
Herbst in Angeln 4
Herbst in Angeln 5
Herbst in Angeln 6 




















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