Donnerstag, 8. Dezember 2016

Dienstag, 6. Dezember 2016

KosmoBits

Heute gibt es eine Premiere im Blog: der Liebste hat das Wort! Als er hörte, dass mich der Kosmos-Verlag gefragt hat, ob wir für die Kinder einen technischen Experimentierkasten testen möchten, war er gleich ganz begeistert. Bitteschön:  

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Mit technisch interessierten Kindern kommt auch irgendwann die Frage nach dem "Wie funktioniert das eigentlich ?" auf. In unserem Haushalt gibt es viele kleine technische Dinge, mit denen die Kinder in Berührung kommen: das automatisierte Nachtlicht, die Beleuchtung, die bei Sonnenuntergang angeht, die sich abschaltende Heizung mit dem Fenstersensor. Auf meinem Bastelplatz liegen CHIP, Pi, Arduino und Co. Doch wie den Kindern das erklären und sie langsam an das Thema heranführen ?

Bei der Suche nach einer geeigneten kindgerechten Lösung sind wir vor ein paar Wochen über die KosmoBits gestolpert. Und der Kosmos-Verlag war so nett, uns ein Test-Exemplar zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit den Kindern sollte ein erster Ausflug in die Welt der Elektronik unternommen werden.

KosmoBits Experimentierkasten 

Die KosmoBits kommen in einer Box und erinnern im ersten Moment an ein Brettspiel. Nach den Angaben auf der Verpackung sind 4 Sensoren, ein Gamepad, der KosmoDuino und diverse Kabel, Breadboard und LEDs enthalten. Zudem gibt es ein dickes Handbuch, welches eine sehr gute Einleitung und Beschreibung der Komponenten bietet. Das Unboxing haben wir im folgenden Video festgehalten:



Der Experimentierkasten sieht 3 Arten des Lernens vor:
  1. Gaming
  2. Coding
  3. Making
Beim Gaming wird ein Tablet mit iOS oder Android benötigt. Hier kann man nach dem Download der KosmoBits App sofort loslegen.
Beim Coding wird ein Computer benötigt, auf dem das Arduino Entwicklerstudio installiert und die Bibliotheken für den KosmoDuino heruntergeladen und dem Entwicklerstudio hinzugefügt werden müssen. Neben Windows und MacOS kann hier auch ein Linux-PC verwendet werden (das wird zwar nicht erwähnt, funktioniert aber einwandfrei).
Beim Making wird das erlernte aus Gaming und Coding angewendet. Praktische Beispiele sollen die Kinder anleiten, ihre eigenen Ideen mit den Sensoren umzusetzen (z.B. Sparbüchsen-Alarmanlage).

Wir haben uns erstmal für Gaming entschieden. Der Experimentierkasten ist für ein Alter von 10-16 Jahren vorgesehen. Das passt meiner Meinung nach sehr gut, aber auch ältere Jugendliche und Erwachsene finden hier einen guten Einstieg in die Welt der Mikroprozessoren und Sensoren.

Bevor wir spielen können muss natürlich das Gamepad zusammengebaut werden. Mit etwas Hilfe gelingt das meinem 7-jährigen Helfer ganz gut.

Anleitung lesen 
Gamepad zusammenbauen 

Jetzt das Gamepad einschalten und wir können die App auf dem iPad starten. Eine blaue LED signalisiert - die Bluetooth Verbindung hat geklappt und das Gamepad ist mit dem iPad verbunden (es wird Bluetooth 4.0 verwendet !). Die App bietet viele Level, einen eigenen Level-Editor und Informationen zur Hardware. 

Mein Sohn startet das erste Level.

Das Gamepad hat ein kleines Navigationsrad, um die Figur nach rechts oder links zu bewegen. Es gibt die Knöpfe A und B (leider ohne Beschriftung). Zudem am oberen Rad einen Anschluss, der in den späteren Leveln zur Nutzung der Sensorbits verwendet werden muss. Schnell ist das Spielprinzip verstanden: Laufen, Springen, Schalter umlegen. Dann ist da noch das kleine Computer-Terminal, wo eine Programmierumgebung zur Aktivierung von Schaltern bereit steht. Mit den eingesammelten Bausteinen muss der Quellcode vervollständigt werden, kompilieren und - der Schalter wird aktiviert. Schnell ist das erste Level geschafft.

Vorspann der KosmoBits App 
KosmoBits App Level 1-1 geschafft 

In den weiteren Leveln werden die SensorBits eingeführt. Steckt man diese auf den Steckplatz am Gamepad wechselt die Figur im Spiel und wird zum SensorBit. Die Fähigkeiten des Sensors müssen jetzt verwendet werden, um Rätsel zu lösen oder Hinternisse zu beseitigen. Der Bewegungssensor hilft Steinblöcke zu zerschmettern, der Temperatursensor schmilzt Eisblöcke.



Das Spiel macht Spass und mein kleiner Helfer wollte am liebsten alle Level spielen. Das Thema Coding und Making ist aber sicherlich wirklich erst für Größere geeignet. Das werde ich demnächst nochmal mit der Tochter ausprobieren.

Auf jeden Fall ist das ein toller Experimentierkasten, der gerade im Bereich Making Langzeitspass verspricht. 
Vielen Dank an den Kosmos-Verlag! 

Montag, 5. Dezember 2016

5. Dezember

Durchgeschlafen. Um 6 Uhr summt, wie immer, der Wecker des Liebsten. Kurz vor halb 7 weckt er mich und ich bin dran im Bad. Währenddessen sind die Kinder schon längst aufgesprungen - die Adventskalendervorfreude ist groß. Jedes Kind hat einen simplen Schokoladenkalender. Viel spannender ist da aber der TipToi-Adventskalender*, den sie von ihrem Onkel und dessen Frau bekamen. Den teilen sie sich zu dritt und lieben ihn sehr. Heute war neben der täglichen Geschichte eine kleine Bastelei dabei, die haben die Jungs dem Mutzelchen überlassen.

Wir frühstücken übriggebliebene Brötchen vom Wochenende. Nach dem Frühstück verabschiedet sich der Liebste. Er fährt im Moment immer öfter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, weil es ständig Staus gibt und die Verkehrsteilnehmer immer aggressiver werden.

Ich befülle die Brotdosen vom Mutzelchen und dem kleinen Bruder und lege noch Lebkuchen vom Blech dazu. Dann Morgenroutine mit spielenden Kindern, Zahnpasta an der Wand, einem ferngesteuerten Auto und meinem Concealer, der alle ist. Wir ziehen uns warm an und dann geht es los, zur Schule und zum Kindergarten. Draußen wird es gerade hell, es ist sehr frostig und alles ist mit Raureif überzogen.

Als ich alle Kinder weggebracht habe, laufe ich gleich weiter zur Bushaltestelle. Es ist kurz nach 8. Ich fahre mit dem Bus bis zur nächsten U-Bahn-Haltestelle. Die Verkehrsmittel sind voll. Weil ich am Morgen gemerkt habe, dass die Winterschuhe des Adventsjungen knapp geworden sind, bestelle ich von unterwegs neue Schuhe bei Amazon. Wir nutzen seit Jahren meistens ähnliche Marken deswegen weiß ich, dass die Schuhe passen werden.

Mitten auf der Strecke fragt der Zugfahrer per Lautsprecher, ob ein Arzt oder eine Krankenschwester an Bord sind, sie sollen bitte am nächsten Bahnhof nach vorne kommen. Der Zug hält dort und fährt nicht mehr weiter. Mit dem nächsten Zug, der vom anderen Gleis fährt, geht die Reise weiter.

Ich komme am Zielbahnhof an und laufe bis zu meiner Arbeitsstelle. Die Gegend ist völlig neu für mich und ich schaue mich nebenbei um. Kurz vor 9 bin ich da. Im Büro wünsche ich meiner Chefin einen guten Morgen. Dann frage ich, ob ich ein paar Nikolaus-Ausmalbilder für meine Gruppe kopieren darf. In der Gruppe begrüße ich meine Kollegin und die Kinder und dann gehen wir alle zusammen frühstücken. Als alle fertig sind, gibt es einen ausführlichen Morgenkreis und dann sind wir bis zum Mittagessen im riesengroßen Bewegungsraum und die Kinder können sich so richtig austoben. Nach dem Mittagessen ist dann Zeit zum Malen und Vorlesen. Nach und nach werden die Kinder abgeholt.

Von 14 bis 15 Uhr ist unsere erste Teamsitzung. Wir planen die nächste Woche und sind schon ganz gespannt auf unseren Ausflug ins Miniatur-Wunderland in der Speicherstadt. Zum Glück wird uns ein Kleinbus hinfahren. Wir tasten uns im Moment noch einander an und ich bin ganz zuversichtlich, dass wir gut zusammen arbeiten werden.

Dann muss ich mich sputen, um rechtzeitig bei meinen Kindern zu sein. Ich arbeite nur montags bis 15 Uhr, sonst habe ich mehr Puffer. Unterwegs grüble ich, wie ich noch an Nikolaus-Süßigkeiten herankommen soll. Am Wochenende hatte ich keine Zeit dafür. Ich werde wohl am Abend, wenn der Liebste zu Hause ist, nochmal losmüssen.

Im Kindergarten wartet schon der Adventsjunge auf mich. Wir holen zusammen den kleinen Bruder aus der Schule ab. Die Jungs umarmen sich so innig, dass alle Umstehenden wohlig seufzen. Ein schöner Moment. Hand in Hand laufen sie nach Hause. Dort mache ich uns allen Tee, mache Kerzen an und dann futtern wir Plätzchen und Lebkuchen.

Der Liebste holt derweil das Mutzelchen vom Ballettunterricht ab. Unsere Babysitterin hat sie dorthin gebracht. Er bringt frisches Brot für das Abendessen mit und teilt mir mit, dass er nochmal zur Poststelle fahren will. Der Nachbarsjunge ruft an und der kleine Bruder und der Adventsjunge gehen drüben spielen. Ich sage meiner Nachbarin, dass ich mit dem Liebsten mit zur Post fahren will. Da nehme ich gleich noch ein Retoure-Päckchen für die Nachbarin mit. Praktische Nachbarschaftshilfe!

Ich verrate dem Liebsten, dass ich noch Süßigkeiten für die Kinder kaufen will. Er braucht auch noch etwas und wir verabreden, dass niemand in den anderen Einkaufskorb schauen darf. Getrennt laufen wir durch den Laden und blinzeln uns quer über die Regale zu.

Zum Abendessen sind wir wieder zu Hause. Ich hole die Jungs ab, der Tisch wird gedeckt und wir erzählen uns alle von unserem Tag. Danach Zähneputzen, Küche aufräumen, Sandmännchen, vorlesen, ab ins Bett. Der Liebste und ich fallen aufs Sofa. Ich habe kalte Füße und gleich gibt es Tee. Und weil der Liebste so super organisiert ist, hat er vorhin beim Amazon-Blitzangebot zugeschlagen und für die Kinder einen TipToi-Adventskalender* für das nächste Jahr erstanden. Prima, so früh waren wir ja noch nie dran!

Wenn die Kinder schlafen, darf ich den Nikolaus spielen. Sie bekommen kleine Süßigkeiten und Bücher. Das macht mir immer total Spaß, ihre und auch den Stiefel des Liebsten zu füllen. Aber psssssst!


Noch mehr Bloggerinnen und Blogger, die Einblicke in ihren heutigen Tagesablauf geben, sind bei Frau Brüllen versammelt. Denn heute ist WMDEDGT.


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Sonntag, 4. Dezember 2016

2. Advent

Besser spät als nie: ich hoffe, Ihr hattet einen schönen 2. Adventssonntag!

Wir hatten ein reiches Familienwochenende. Alles stand im Zeichen des gestrigen Geburtstages des Großen. Vielen Dank an dieser Stelle für alle Glückwünsche von nah und fern! Der Große war seit Donnerstag zu Hause und hat sich bei uns erholt, seine Freundinnen und Freunde getroffen und natürlich sehr gut gegessen. Ich hatte allerdings gestern auch noch meine Weiterbildung, die ich nicht versäumen durfte, da ich sonst zu viel gefehlt hätte.

Heute waren mein Papa und seine Frau bei uns und es ging weiter mit der Feierei. Wir durften uns schon über ein paar schöne Weihnachtsgeschenke freuen und die Zeit ging ziemlich schnell rum. Nun ist der Große schwer bepackt wieder abgereist. Das mit dem wieder Verabschieden muss ich aber wohl doch noch lernen. Weihnachten sehen wir uns wieder :-)


Samstag, 3. Dezember 2016

Volljährig!

Heute feiert mein Großer seinen 18. Geburtstag. Wow! Der 3. Dezember war damals ein Donnerstag. Bis zum errechneten Termin waren es noch 10 Tage. Niemals hätte ich gedacht, dass ich meinen Sohn schon eher kennenlernen würde. Der Tag war ganz gemütlich. Ich ging einkaufen und dekorierte die Wohnung weihnachtlich. Am frühen Abend rief ich meine Hebamme an, weil ich wusste, mein Kind macht sich auf den Weg. Die Geburt ging schnell und um Mitternacht waren wir schon wieder zu Hause im eigenen Bett. Draußen schneite es heftig und ich schaute den Rest der Nacht mein Kind an.

Wir haben uns vor 18 Jahren beide auf den Weg gemacht, mein erster Sohn und ich. Ich habe mit ihm und durch ihn so viel lernen dürfen. Über mich. Über ihn. Über Kindheit und Pubertät. Über Kindergarten, Schule, Klassenreisen, Schüleraustausch und Studium. Über das Elternsein. Über Vereinbarkeit von Kind und Beruf. Auch über Trennung, Alleinerziehendsein und Neubeginn mit all seinen Herausforderungen.

Aus seinem Mund hörte ich das allererste Mal "Mama". Durch ihn lernte ich eine Liebe kennen, die tiefer geht, als alles andere auf der Welt. Zusammen entdeckten wir unsere Umwelt, sahen Sonnenauf- und -untergänge, zelteten am Strand, zählten Sterne, badeten im See, machten Lagerfeuer, waren in vielen Museen und Theatern, malerten unsere Wohnung, machten Picknick im Park, lasen unzählige Autonummernschilder, rechneten Zahlenschlangen in der Bahn, machten einige Krankheiten, einen gebrochenen Arm und Operationen durch, kochten und backten, entdeckten Literatur, Film und Musik und noch so vieles mehr.

Mein Großer überraschte mich mit seinem Wissensdurst und seiner schnellen Auffassungsgabe. Ich staunte über seine Fähigkeit, Zahlen zu hören und zu spüren. Synästhesie kannte ich vorher nicht. Durch seine Hochbegabung brachte er noch einige Besonderheiten mit. Er hat es mir leicht gemacht und ich finde, wir waren und sind ein gutes Team. Ich bin dankbar für so einen tollen Sohn und bin wahnsinnig stolz auf ihn. Ich bin gespannt, wohin ihn sein Weg führt und wünsche mir und ihm weiterhin ein unsichtbares Band, das für immer hält.




Donnerstag, 1. Dezember 2016

Hallo Dezember!

im Dezember werde ich...

meinen neuen Job antreten
viele neue Menschen kennenlernen
viele neue Eindrücke sammeln
meinen Großen wiedersehen
mit meinem Großen seinen 18. Geburtstag feiern
das offiziell letzte Modul meiner Weiterbildung absolvieren
ein Familienwochenende haben
mit dem Mutzelchen zum Infotag an der weiterführenden Schule gehen
die Buchpremiere von "Alles inklusive"* mit Mareice Kaiser besuchen
den Nikolaus für meine Kinder spielen
Weihnachtspost schreiben
mit der Familie einen Weihnachtsbaum aussuchen
den 4. Geburtstag des Adventsjungen feiern
Frau Rotkraut und ihren Mann zu Besuch haben
Geschenke einpacken
mit der ganzen Familie den Weihnachtsbaum schmücken
kochen, backen und vorbereiten
viel vorlesen und kuscheln
ein hoffentlich ruhiges Weihnachtsfest erleben
auf das vergangene Jahr zurückblicken und es abschließen
das neue Jahr begrüßen


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Mittwoch, 30. November 2016

Der letzte Tag im November

Heute ist der letzte Novembertag. In Hamburg ist es wieder novembrig grau in grau. Es war ja auch zu schön in den letzten Tagen! Ich mache es mir heute extra gemütlich. Das neue Skandinavien-Magazin NORR war im Briefkasten. Bei Kerzenschein und Milchkaffee schmökere ich es gerade extra langsam durch. Hach!

Die Häuschen sind übrigens von Kähler, einer skandinavischen Designmarke. Ich mag sie sehr, weil sie moderne Stadthäuser sind und sie deshalb ganz gut in unsere Stadtwohnung passen. Das Bäumchen wollte mir der Liebste eigentlich erst zu Weihnachten schenken, aber er meinte, ich solle es jetzt schon haben, damit ich auch im Advent schon etwas davon habe. 

Ich freue mich sehr, dass nach ein paar Monaten Baustelle die wohl größte Liste von Elternblogs von der Brigitte Mom wieder da ist. Alle Herzchen von Euch sind wieder da und es dürfen wieder neue verteilt werden. Mein Blog findet Ihr übrigens am schnellsten, wenn Ihr "Beliebteste zuerst" eingebt. Da, an fünfter Stelle, mit 7737 Herzchen, das ist mein Blog. Ziemlich toll, dank Euch!

Nun kruschle ich noch ein bisschen vor mich hin, bevor ich nachher die Kinder abhole und mit ihnen auf den Liebsten warte. Heute steht der große Familienzahnarzttermin an. Und morgen trete ich meinen neuen Job an. Ich bin sehr gespannt!


Montag, 28. November 2016

Schönheit an der Elbe


Kaum zu glauben, aber wahr: das ist Hamburg im November! Wunderschön ist es heute am Hamburger Hafen gewesen! Weil ich im Wetterbericht gesehen habe, dass heute von morgens bis abends die Sonne scheinen sollte und weil ich frei habe, kaufte ich mir gestern ein Online-Ticket für die Elbphilharmonie. Die ist nämlich endlich fertig und für das Publikum geöffnet. (Mit Zeitfenster kostet das Ticket 2 Euro. Vor Ort kann man auch kostenlos hinein, wenn die Kapazitäten es erlauben.)

Ich war heute allerdings nicht im Konzert sondern auf der sogenannten Plaza, einer Aussichtsplattform, die wie ein Gürtel einmal rund um den Bauch des Gebäudes läuft. Durch die Hafencity bin ich bei allerschönstem Sonnenschein bis zur Elbphilharmonie gelaufen. Am Eingang scannte ich mein Ticket mit einem Zeitfenster ein und fuhr mit einer langen gebogenen Rolltreppe in die Etage mit Zugang nach draußen.

Hell und luftig ist es dort. Sichtachsen bieten spannende Ein- und Durchblicke. Mir gefällt vor allem die Kombination aus dem roten Backstein, sehr bodenständig, und dem vielen Glas. Und draußen war es bei dem heutigen Licht nahezu magisch. Hoch über dem Hamburger Hafen, der Elbe, den Kränen und Schiffen hätte ich ewig stehen können. Doch die Bilder sehen sommerlicher aus, als es war. Bei 3 Grad Celsius habe ich doch meine Handschuhe vermisst.

Als ich so von oben auf das glitzernde Wasser blickte, kam mir eine Idee! Ich nehme die Fähre und schaue mir die Elbphilharmonie auch noch vom Wasser aus an. Alle 30 Minuten startet eine Fähre, für die man übrigens nur einen normalen Fahrschein der öffentlichen Verkehrsmittel braucht.

Die tiefstehende Sonne schien so auf die Glasfassade der Elbphilharmonie, dass alle Passagiere der Fähre geblendet wurden. Es war einfach ein Traum! Zusammen mit zwei Touristinnen aus der Schweiz freute ich mich über so viel Glück. An den Landungsbrücken raus und dann fuhr ich schon wieder gen Heimat. Hach...



















Sonntag, 27. November 2016

Sonntag


In der Nacht zum 1. Advent kommt ein Weihnachtswichtel und holt die Wunschzettel der Kinder ab. Er futtert die bereitgestellten Plätzchen auf, krümelt dabei ganz schön und hinterlässt goldenes Sternenkonfetti. Ein kleines Ritual mit Augenzwinkern für die Kinder.

Der Liebste und ich sind gestern Abend sehr spät nach Hause gekommen. Wo genau wir waren, habe ich im gestrigen Text nachgetragen. Ausschlafen können wir heute nicht, weil wir zum Gottesdienst in unserer Gemeinde fahren möchten. Dort singt der Chor, die Kinder gehen zur Kinderstunde und hinterher kaufen wir Plätzchen und Mohnstolle auf dem Adventsbasar.

Pünktlich zu unser aller Lieblingsfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"* auf dem KIKA sind wir zu Hause. Während die Kinder den Film gucken, bereite ich das Mittagessen zu. Heute gibt es Woknudeln mit Gemüse.

Während ich ein Nickerchen machen möchte, holt der Liebste mit den Kindern die "Sendung mit der Maus" nach. Danach toben die Kinder zwischen ihren Zimmern hin und her, so dass an Mittagsruhe nicht zu denken ist. So stehe ich wieder auf und verziere unsere Plätzchen von gestern mit Schokolade und bunten Streuseln.

Dann streiten die Kinder schon wieder. So beschließen der Liebste und ich, mit den Kindern raus zu gehen. Wir drehen eine große Runde am Naturschutzgebiet entlang. Eine gute Idee! Wir haben Bewegung an der frischen Luft und sehen, wie die tiefstehende Sonne alles in goldenes Licht taucht.

Als wir wieder zu Hause sind, wird es dunkel und es ist Zeit für den Adventskaffee beim Schein der ersten Kerze. Unsere selbstgebackenen Plätzchen von gestern sind nun schon aufgefuttert. Backen wir am nächsten Wochenende halt neue.

So langsam wird es Zeit für einen Blogeintrag für eine Kooperation. Dafür bereitet der Liebste alles vor und dreht mit dem Mutzelchen und dem kleinen Bruder ein Auspackvideo. Ich bin gespannt, wie das geworden ist.

Der Adventsjunge geht derweil in die Badewanne. Ich falte Wäsche und horche mit einem Ohr ins Bad. Als ich wieder gucken gehe, hat der Adventsjunge eine ganze, noch fast volle Tube Weleda Calendula Waschlotion ins Badewasser geleert. Oha! Er wollte testen, ab welchem Zeitpunkt das Wasser so undurchsichtig wird, dass er nicht mehr bis zum Boden der Badewanne schauen kann. Experimentierfreudig ist er.

Am Wochenende läuft der Haushalt auf Sparflamme, aber ein bisschen muss doch getan werden. Eine Maschinenladung Wäsche wird noch angestellt und die Kinder helfen beim Aus- und Einräumen des Geschirrspülers. Dann ist es schon Zeit fürs Abendbrot und das Sandmännchen. Der Liebste und ich bringen die Kinder ins Bett und hoffen nun auf einen ruhigen Abend.


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Samstag, 26. November 2016

Sonnabend


Nachdem wir gestern mit dem Mutzelchen und dem kleinen Bruder einen Weihnachtsfilmabend gemacht haben, können wir heute bis um 8 Uhr ausschlafen. Geweckt werden wir vom "Findet Dorie"* Hörspiel, weil das Mutzelchen auf der SONOS-Steuerung anstatt "Kinderzimmer2" "Schlafzimmer" gedrückt hat.

Fürs Frühstück habe ich eine Idee: wir gehen frühstücken! Viele Möglichkeiten gibt es bei uns in der Gegend leider nicht, aber weil wir sowieso Richtung Ahrensburg zum Hofladen fahren wollen, können wir dort um die Ecke zu Bäcker Junge gehen. Da gibt es außerdem ein Spielzimmer für die Kinder.

So stehen wir also einfach auf, gehen duschen, ziehen uns alle an und verlassen das Haus. Gegen 9 Uhr sind wir beim Bäcker, schlemmern ofenwarme Brötchen und freuen uns, dass wir es so gut haben. Die Kinder gehen noch ein bisschen toben und wir Eltern trinken in Ruhe unseren Kaffee aus.

Im Hofladen auf Gut Wulfsdorf ist es noch schön leer. Wir kaufen ein und drehen hinterher unsere Hofrunde. Es ist kalt, nebelig-feucht und auch glatt. In der Keramikwerkstatt findet die diesjährige Adventsausstellung statt. Weitere Aussteller stehen in diesem Jahr im nahen Haus der Natur. Das mögen wir und die Kinder, wegen der Ausstellung und auch wegen des schönen Geländes drumherum. Im Haus sind die Kinder ganz fasziniert vom Axolotl. Spannendes Tier!

Sonnabend ist Nudeltag. Während die Nudeln kochen, bereite ich einen Plätzchenteig zu. Die Kinder freuen sich schon riesig aufs Backen. Nach dem Mittagessen ist Mittagspause. Ich mache Mittagsschlaf, der Liebste schaut mit den Kindern "Lauras Weihnachtsstern"* und nickert auch ein wenig.

Nach der Mittagspause dämmert es schon. Ich bereite den Tisch vor und hole die Kinder. Jedes Kind bekommt immer nur eine kleine Kugel Teig. Da sie aus Erfahrung immer sehr viel Mehl nehmen, wird auf diese Weise nicht so viel Teig auf einmal verhunzt. Nach nur einer halben Stunde sind vier Bleche Butterplätzchen ausgestochen und gebacken. Das ging schnell! Danach nur noch den Tisch mit dem Handfeger abfegen und kurz abwischen. Fertig!

Zum Kaffee gibt es die ersten Plätzchen der Saison. Sie knuspern toll! Für morgen ist noch eine Ladung da. Wenn wir Lust haben, verzieren wir sie noch, aber eigentlich schmecken sie pur fast am besten. Der Postbote klingelt und bringt ein Überraschungspäckchen für mich. Die liebe Mirjam von Kaffiknopf macht mir ein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Und was für eins! Ich bin ganz sprachlos über die wunderschönen gestrickten Handstulpen! Dankeschön! Und schaut mal, sie war im Herbst auf Gut Ostergaard, ihre Bilder sind wunderschön!

Dann säubert der Liebste das Aquarium und hat drei kleine Zuschauer. Ich sichte die Fotos von heute und freue mich schon auf heute Abend. Vor einigen Monaten trudelten nämlich Konzertkarten von einer Blogleserin bei uns ein. So eine Überraschung! Wir dürfen ein Konzert von Revolverheld in der Hamburger Barclaycard Arena besuchen. Wir sind ganz gespannt.

Kurz vor 19 Uhr kommt unsere Babysitterin. Der Liebste und ich machen uns auf die Socken. Der Routenplaner im Internet sagte uns, wir  brauchen nur 30-40 Minuten mit dem Auto zum Veranstaltungsort. Das werden wir nicht schaffen. Um die Barclaycard Arena drumherum ist auf allen Zufahrtsstraßen bis in die Stadt hinein Stau. So viel Stau, dass wir anderthalb Stunden bis zum Erreichen der Arena brauchen. Wir sind fix und fertig, als wir ankommen. Auf dem gigantischen Parkplatz finden wir ganz hinten einen Platz. Da hören wir auch die Erklärung: im Volksparkstadion gleich nebenan hat kurz vorher der HSV gespielt. Durch die abreisenden und anreisenden Autos kam also der Verkehr rund um das Gebiet zum Erliegen.

In der Arena angekommen, holen wir uns erstmal einen kleinen Snack. Wir suchen dann unsere Plätze auf dem Oberrang auf und haben zum Glück nur die Vorband verpasst. Um 21 Uhr kommen dann die Musiker von Revolverheld auf die kleine Bühne direkt im Innenraum. Die riesige Halle ist komplett ausverkauft, wir sehen das von unseren Plätzen aus. Überhaupt haben wir auch vom Oberrang aus einen fantastischen Blick in alle Richtungen. Später zieht die Band auf die große Bühne um und auch dort sehen wir sie sehr gut. Die Stimmung ist toll und die Musiker sehr unterhaltsam. Wir erfahren erst jetzt, dass dieses Konzert das allerletzte der Tournee ist und als Hamburger Band spielt Revolverheld das natürlich zu Hause. Hat uns gut gefallen! Hier auf der Band-Seite ist das Konzert zu sehen.

Leider gehen wir schon ein Weilchen vor Ende des Konzertes, weil wir wollen, dass unsere Babysitterin noch gut nach Hause kommt. Wir rechnen wieder mit einer sehr langen Fahrt, aber weil wir die Einzigen sind, die eher gehen, brauchen wir zurück nach Hause nur 40 Minuten. Während der Fahrt hören wir das Konzert zu Ende. Ich winke mal der Blogleserin und sage: Dankeschön!


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