Montag, 19. September 2016

Neun

Heute vor neun Jahren war eine ganz besondere Nacht. Ich bekomme immernoch Bauchkribbeln, wenn ich daran denke. Der Liebste und ich konnten endlich unser erstes gemeinsames Kind im Arm halten. Unser Mutzelchen. Unsere Mutzi. Bis heute unser einziges Kind mit einem echten Spitznamen.

Nun ist sie schon über 140 cm groß, trägt Schuhgröße 39 und geht in die 4. Klasse. Sie liest gerne und erfindet Geschichten. Sie bastelt und experimentiert. Sie ist gerne in der Natur und liebt Tiere über alles, besonders die Unterwasserwelt. Im Moment möchte sie Meeresforscherin werden. Sie kleidet sich sehr kreativ und trägt ihre Haare lieber kürzer, weil sie kämmen hasst. Wir haben wirklich viel Spaß zusammen und ich bin sehr gespannt, was wir noch alles miteinander erleben werden.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, meine Große! 💜


Samstag, 17. September 2016

Die Zeit danach






Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Denn Du hast mich geschaffen – meinen Körper und meine Seele. Im Leib meiner Mutter hast Du mich gebildet. Herr, ich danke Dir dafür, dass Du mich so einzigartig gemacht hast. Wunderbar ist alles, was Du geschaffen hast, das erkenne ich. Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich Dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast Du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast Du in Dein Buch geschrieben noch bevor einer von ihnen begann.

aus dem Psalm 139


Ich sitze mit dem Liebsten an unserem Esstisch. Vor uns stehen noch die Reste vom Frühstück. Die Kinder sind schon aufgestanden und spielen in ihren Zimmern. Wir gießen uns eine zweite Tasse Kaffee ein und unterhalten uns. Irgendwas ist total lustig und ich lache ganz laut los. Im selben Moment zieht sich ganz plötzlich ein breites Band um meinem Brustkorb zusammen und Traurigkeit steigt bis in meine Kehle hoch. Ich kann nicht atmen und muss weinen. Der Liebste streckt mir seine Hand entgegen und wir halten uns eine Weile, bis es mir wieder besser geht.

Dieses Auf und Ab begleitet mich durch die Tage nach der Operation. Wie im "richtigen" Wochenbett nach den Geburten habe ich mit dem Abfall der Schwangerschaftshormone zu tun. Haut und Haare verändern sich wieder, ich blute lange, aber dennoch nicht genug. Ich brauche weitere Maßnahmen und Medikamente. Nicht angenehm, aber das alles gehört zum Prozess. Total schleierhaft ist mir, wie ich meiner Ärztin anfangs sagen konnte, eine Woche Krankschreibung von meiner Arbeit würde mir völlig ausreichen. Aufstehen. Weitermachen. Klar! Aber nicht immer macht der Körper da mit. Die Seele sowieso nicht.

Auch wenn unser fünftes Kind noch so unglaublich klein war, hat es schon ganz viel Liebe, Hoffnung und Glück mit sich gebracht. Es war schon mehr als nur ein bloßer Gedanke und es hat schon Geschichte in unseren Herzen geschrieben.

Mit der Zeit werden die Tränen weniger. Der Alltag ist fordernd und tröstlich zugleich. Ich will für meine Kinder da sein, die hier und jetzt mit mir leben und mich brauchen. Ich bin froh über jedes kleine Zeichen, die sie in meinem Leben hinterlassen. Da sind Mutzelchens lustige Ideen und Geschichten. Da ist das kleine Tierchen, das der Adventsjunge am Morgen in meinem Bett vergisst. Da gibt es den Stapel heimlich in der Nacht gelesener Bücher vor dem Bett des kleinen Bruders. Da ist die Whatsapp-Nachricht vom Großen, der Hilfe braucht und die liebe Nachricht meiner Bonustochter, die sich um mich sorgt.

Ich bin dankbar für meinen Lieblingslavendelduft und sauge ihn ganz tief ein. Ich bin dankbar für Schmerzmittel, oh ja! Ich bin dankbar für die erste Kastanie in meiner Hand, für Blumen im Herbstgärtchen und auf meinem Tisch. Ich bin dankbar über die Anteilnahme so vieler Menschen um mich herum. Mitfühlende Kommentare und liebe Post rühren mich jedes Mal sehr. Ich bin dankbar für jede Umarmung, jedes nette Wort und für die Menschen, die mich und uns im Moment ein bisschen mittragen. Sehr viele Frauen haben mir geschrieben, dass ihnen Ähnliches passiert ist. Oft wird geschwiegen, weil es für solche Situationen einfach kein Patentrezept gibt. Alles hier aufzuschreiben und zu teilen hat mir beim Verarbeiten sehr geholfen. Danke fürs Lesen! 💜











Freitag, 9. September 2016

13 Wochen

Die Morgensonne strahlt von einem knallblauen Himmel. In den Bäumen haben sich erste Blätter verfärbt und leuchten verheißungsvoll zwischen dem dunklen Spätsommergrün. Es duftet herrlich nach Laub und Erde. Der Herbst kommt. "Einen wunderschönen Tag wünsche ich Ihnen!" sagt die Frau an der Kasse des Drogeriemarktes fröhlich. "Einen schönen Tag, genießen Sie ihn!" sagt die Frau am Postschalter lächelnd, als ich ein Päckchen abgebe, bevor ich zur Bushaltestelle gehen will.

"Der Tag ist und wird nicht schön! Ich trage mein totes Kind in meinem Bauch herum und fahre jetzt ins Krankenhaus, wo es entfernt wird!!!" Nein, das sage ich natürlich nicht. Ich denke es nur und merke mal wieder, wie irre paradox dieses Leben doch ist. Hier bleibt die Welt stehen und dort läuft das Leben einfach so weiter.

13 Wochen neues aufregendes Glück liegen hinter uns. 13 Wochen, erfüllt mit Bauchkribbeln, noch mehr Liebe und fast ungläubigem Staunen über dieses große Geschenk einer erneuten Schwangerschaft. Gleich beim allerersten Versuch hat es geklappt!

Einen Tag nach meinem Geburtstag Anfang Juli habe ich schon eine Ahnung, die ein paar Tage später zur Gewissheit wird. Im nächsten März würde ich mein fünftes Kind zur Welt bringen. Heiß ersehnt und sehr erwünscht von uns allen.



Nach und nach erzählen wir die freudige Nachricht weiter. Es ist sehr bezeichnend, wer sich ehrlich mit uns mitfreut und wer als erstes skeptisch fragt: "War das geplant?" Ich finde gleich ein Team von zwei Hausgeburtshebammen. Was für ein Glück, es gibt sie noch! Die Vorsorgen mache ich bei ihnen, die Ultraschallkontrollen bei meiner Frauenärztin. Dort ist in der neunten Woche ein zappelnder Krümel mit einem schlagenden Herzen zu sehen.

Ich verkünde die Nachricht auf meiner Arbeitsstelle. Das fällt mir sehr schwer, weil ich meine neue Arbeit und besonders meine Kolleginnen sehr mag. Sie erleichtern mir sofort die Arbeit und sind sehr rücksichtsvoll.

Wir fahren in den Sommerurlaub und genießen unsere Zeit dort sehr. Ich bin immer sehr müde und mache oft Mittagsschlaf. In der 10. Woche bemerke ich ein minikleines Pochen, das mit der Zeit immer deutlicher wird. Ich freue mich über dieses sehr frühe Zeichen und bin glücklich.

In der ersten Arbeitswoche nach dem Urlaub werde ich von meinen Kolleginnen zum Amtsarzt geschickt, um meinen Status bezüglich Infektionskrankheiten gründlich zu checken. Wichtig für die Arbeit mit kleinen Kindern.

Anfang der 13. Schwangerschaftswoche habe ich bei meiner Frauenärztin den Termin zur ersten größeren Ultraschalluntersuchung. Ich frage, ob ich mit dem Handy einen Film vom Geschehen auf dem Ultaschallmonitor machen kann, um ihn später den Kindern zu zeigen. Ich darf.

Ich klettere auf den Stuhl und werde hoch gefahren. Die Ärztin und ich plaudern locker. Das Handy habe ich noch nicht an. Irgendwie will ich noch kurz abwarten. Die Ärztin bringt das Ultraschallgerät in Position.

Ich sehe es sofort.

Kein Herzchen puckert, keine Bewegungen sind zu sehen. Da ist kein Leben mehr. Die Ärztin ist ganz ruhig. Spricht aus, was ich selbst auch sehe. Probiert es nochmal. Schaltet den Doppler dazu, um den Blutfluss in diesem Gebiet zu messen. Nichts. Missed abortion. Verhaltende Fehlgeburt nennt sich das. Der Embryo ist irgendwann in der letzten Zeit abgestorben und ich habe es durch keinerlei Anzeichen gemerkt.

Die Untersuchung ist beendet. Ich kann nicht glauben, dass mir das gerade passiert. Die Ärztin geht nach nebenan an den Schreibtisch, ich ziehe mich an und komme dazu. Das Blut rauscht in meinen Ohren. Wie regiert man in einer solchen Situation? "Das ist mir ja noch nie passiert." sage ich hilflos. Die Ärztin klärt mich einfühlsam über die nun folgenden Schritte auf. Ich höre zu. Nicke.

"Sie sind eine tapfere Frau." sagt meine Ärztin. Als sie die Box mit den Taschentüchern vor mich auf den Tisch stellt, nehme ich ein Tuch und erlaube mir ein paar Tränen. Ich bekomme eine Krankschreibung, eine Überweisung für das Krankenhaus und eine Telefonnummer.

Als ich auf der Straße stehe, weine ich richtig. Ich schreibe dem Liebsten. Ich muss auf meiner Arbeit anrufen, weil ich nicht mehr zur Teamsitzung kommen kann. Ich stammle irgendetwas vor mich hin.

Ich will das alles nicht. Ich weiß, dass das täglich so vielen Frauen passiert. Jetzt bin ich eine von ihnen. Noch mehr Angst, vor dem, was jetzt passieren wird, habe ich vor den Reaktionen meines Umfeldes. Ich kann jetzt keine betroffenen Menschen ertragen. Ich muss erst abschließen und nach vorne schauen.

Ich radle nach Hause und sehe vor Tränen die Straße nicht. Reiß dich zusammen! Als ich zu Hause endlich die Wohnungstür von innen schließe, bricht es aus mir heraus. Die folgenden zwei Stunden weine ich durch. Ich informiere die mir wichtigsten Menschen und rufe dann im Krankenhaus an. Die zuständige Person ist nicht mehr im Haus, ich soll es am nächsten Tag versuchen.

Der Liebste hat die Kinder abgeholt und kommt nach Hause. Wir umarmen uns still und halten uns ganz fest, die Kinder verteilen sich in der Wohnung. Bei Keksen und Saft erklären wir ihnen später, was passiert ist. Sie sind natürlich traurig, aber freuen sich, als wir ihnen sagen, dass wir sehr glücklich und dankbar sind, schon so viele tolle Kinder zu haben.

In der kommenden Nacht schlafe ich sehr schlecht. Die Gedanken kreisen. Warum ist das passiert? Habe ich etwas falsch gemacht? Immer wieder muss ich an das Bild des leblosen, 4 Zentimeter großen Menschleins auf dem Monitor denken. Nein, an das leblose kleine Menschlein in meinem Bauch.

Als ich am nächsten Morgen die Kinder weggebracht habe, rufe ich im Krankenhaus an. Ich soll kommen und mich beim Patientenservice anmelden. Kurz bevor ich losgehe, werde ich vom Amtsarzt angerufen. Meine Werte sind alle in Ordnung, herzlichen Glückwunsch und alles Gute weiterhin, ich kann bedenkenlos im Kindergarten weiterarbeiten.

Ich lege ein Notfallpaket mit Kleidung und Kosmetikartikeln zurecht, das der Liebste mir bringen kann, falls ich doch länger im Krankenhaus bleiben muss. Dann verlasse ich das Haus. Unterwegs kaufe ich eine Packung Binden, die werde ich wahrscheinlich später brauchen. "Einen wunderschönen Tag wünsche ich Ihnen!" Atmen.

Um 9:30 Uhr habe ich mich im Krankenhaus angemeldet und warte im Empfangsbereich auf meine erste Untersuchung. Gegen 12 Uhr bin ich dran. Der Chefarzt der Gynäkologie untersucht mich erneut und kann die Diagnose leider nur bestätigen. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: ich könne abwarten und der Natur ihren Lauf lassen. Das kann aber bis zu vier Wochen dauern und ist bei der Menge des "Materials" nicht empfehlenswert. Oder ich bekomme unter Vollnarkose eine "Kürettage", ein eleganteres Wort für "Absaugung und Ausschabung".

Ich entscheide mich für letzteres, weil ich für meine Familie schnell wieder fit sein will. Der OP-Plan für diesen Tag ist ziemlich voll, der für den nächsten Tag auch, also könnte ich an dem darauffolgenden Tag wiederkommen. Noch zwei Nächte?! Ich möchte alles so schnell wie möglich hinter mich bringen und sage das auch. So werde ich ans Ende des Plans geschrieben, Notfälle hätten allerdings Vorrang. Ich werde vom Anästhesisten aufgeklärt und ein EKG wird geschrieben. Dann soll ich mich auf der Station melden, die neben dem Kreißsaal liegt. Ich gehe vorbei an wartenden Schwangeren, frischgebackenen Vätern mit Autositzen und riesigen rosigen Babyfotos. Ich schaue nicht hin. Zwischendurch halte ich den Liebsten auf dem Laufenden, der die Kinder abholt.

Ich bekomme ein Bett und soll zwei Tabletten nehmen, die den Muttermund weich machen und sonst zur Geburtseinleitung gegeben werden. Bekleidet mit einem OP-Kittel sinke ich erschöpft aufs Kissen, decke mich zu und dämmere vor mich hin. Nach einer Weile bekomme ich leichte Krämpfe im Unterleib und hoffe, dass ich bald drankomme. Um 14 Uhr werde ich glücklicherweise schon abgeholt und mit dem Bett zum OP-Bereich gefahren. Dort werde ich für die Operation vorbereitet. "Sie sind doch noch jung!" Dann wirkt endlich die Narkose. Weinend schlafe ich ein und weinend wache ich wieder auf.

Nach zwei Stunden bin ich wieder in dem Zimmer der Station. Ich bin müde und hungrig. Nach einer Weile darf ich mit Hilfe aufstehen und bekomme eine warme Suppe. Nachdem der Anästhesist nach mir geschaut hat, besucht mich die operierende Ärztin und bespricht mit mir den Verlauf. Alles ist gut gegangen, aber sie ist sichtlich betroffen.

Am Abend bin ich endlich wieder zu Hause. Der Liebste kümmert sich rührend um mich. Ein großer Blumenstrauß von Familie Rotkraut empfängt mich. In der Nacht habe ich Bauchkrämpfe und schlafe schlecht. Von der Operation tun mir mein Hals und alle meine Gliedmaßen weh. Ich fühle mich ausgelaugt und sehr leer. Meine Schwangerschaft ist beendet. Ich bin jetzt quasi im Wochenbett.
Nur ohne Baby.


Die Zeit danach...








Montag, 5. September 2016

Ein neuer Lebensabschnitt

Wenn ich unser Haus erreiche, halte ich Ausschau nach seinem Fahrrad vor unserer Tür. Ein Zeichen, ob er zu Hause ist oder nicht. Beim Bäcker kaufe ich aus Gewohnheit ein Stück Kuchen für ihn mit. Meine Gedanken wandern immer wieder zu ihm.

Vor über einer Woche ist unser Großer ausgezogen. Er wohnt und studiert nun in der Nähe von Koblenz. Er hat eine großartige Chance bekommen und sie ergriffen.

Zuvor hat er sein Zimmer ausgeräumt und an das Mutzelchen übergeben. Stück für Stück hat er seine Sachen in seine neue kleine Wohnung gebracht. Am Abreisetag ist er mit einem riesengroßen Trolley zum Bahnhof gerollert.

Wir haben ihn als ganze Familie begleitet. Sehr schön fand ich, dass seine Freundinnen und Freunde auch am Bahnhof waren, um sich von ihm zu verabschieden. Es gab Abschiedsgeschenke, Fotos und viele Umarmungen.

Ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen. Für ihn und für uns. Wir müssen uns alle noch an diesen neuen Zustand gewöhnen. Die Kleinen vermissen ihn. Ich tausche Nachrichten mit ihm aus. Über die Uni, Haushaltskram und Pflasterfragen. Ich bin sicher, die unsichtbare Nabelschnur hält. Egal, wie lang sie ist.

Und ein Tränchen habe ich erst verdrückt, als der Zug weggerollt ist und ich sah, wie seine Freundinnen und Freunde weinten.


Freitag, 2. September 2016

Urlaub zwischen Flensburg und Kappeln

Da wir schon das sechste Mal in Angeln Urlaub gemacht haben, habe ich das Gefühl, ich habe schon alles darüber hier im Blog erzählt. Tatsächlich ähneln sich viele unserer Ausflüge. Auf bestimmte Orte freuen wir uns ein ganzes Jahr lang.

Zum Beispiel fahren wir jedes Jahr nach Flensburg. Die lange Shoppingmeile haben wir dieses Mal völlig links liegen lassen und haben direkt die Rote Straße angesteuert. Zuerst bekamen die Kinder im großen Spielzeugladen an der Ecke Schnitzmesser, ein kleines Auto und Bücher. Mit ihren Geschenken in der Tasche konnten sie unsere Stöbereien daraufhin viel besser aushalten. Ich kaufte im Bürstenhaus "Kratzbürste" neue Schuhbürsten, der Liebste Kaffee und Pralinen in der Kaffeerösterei. Im Suppenlädchen haben wir wieder sehr gut zu Mittag gegessen. Danach habe ich dem Glasbläser über die Schulter geschaut und langgesuchte Ostereier aus Glas erstanden.

Flensburg - Rote Straße



Im Schloss Glücksburg haben wir uns dieses Mal zur Kinderführung angemeldet. Das Mutzelchen und der kleine Bruder konnten schon alleine bei der Führung mitmachen, der Liebste und ich begleiteten den Adventsjungen. Hinterher sind wir gleich im Schlosskeller eingekehrt, wo wir schlicht und lecker gegessen haben.

Schloss Glücksburg


Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr einen Ausflug nach Dänemark gemacht. In Langballigau bestiegen wir ein Schiff, das uns direkt nach Sonderborg fuhr. Dort hatten wir drei Stunden Aufenthalt. Das Städtchen ist klein und fein und hat ein hübsches Schloss. Beim nächsten Mal fahren wir aber lieber mit dem Auto hin, denn auf dem Schiff werden zollfreie Zigaretten verkauft, wovon in den Gängen rege Gebrauch gemacht wird, was wir sehr unangenehm fanden.

Langballigau

Sonderborg


Schöner war da auf alle Fälle die Fahrt von Kappeln über Maasholm nach Schleimünde und zurück. Ganz entspannt schipperten wir auf der MS Stadt Kappeln die Schlei entlang. Auf der Lotseninsel am Leuchtturm fand für die Kinder wieder eine kleine Schatzsuche statt.

Schleimünde


Kappeln


Ansonsten haben wir uns auch viel auf dem Gut Oestergaard aufgehalten. Ein Highlight war der Kaffee-Nachmittag veranstaltet von der Gastgeberfamilie. Die selbstgemachten Torten waren üppig und ein Traum. Wir saßen unter den riesigen Buchen und kamen mit anderen Gästen locker ins Gespräch.

Neu war in diesem Jahr ein wöchentlicher Ausflug für alle Kinder mit einer Naturerlebnispädagogin und einem Naturerlebnispädagogen. Getroffen wurde sich im nahen Wald. Von dort ging es ans Meeresufer, wo zusammen geschnitzt, gesammelt und gekocht wurde. Zurück auf dem Gut wurden Lagerfeuer und Grill angemacht und es gab Würstchen und Stockbrot. Die Kinder waren begeistert.

Natürlich auch von den Tieren auf dem Hof, dieses Mal besonders von den Pferden. Das Mutzelchen und der kleine Bruder besuchten die Ferienreitschule und waren involviert ins putzen und betüddeln der Reitponys. Jetzt kennen sie alle Namen der Pferde und unterhalten sich immernoch über ihre Eigenschaften und Vorlieben.

Bis nächstes Jahr, Angeln, du schöne Landschaft zwischen Flensburg und Kappeln!





Donnerstag, 1. September 2016

Hallo September!

im September werde ich...

endlich Herbstluft atmen
wieder jeden Morgen früh aufstehen
die Schulbrotdosen meiner Kinder wieder rauskramen
wieder mehr Zeit zum Bloggen haben
auf den Urlaub zurückschauen
meine Kinder zu Kindergeburtstagen bringen
meine Weiterbildung fortsetzen
nach Berlin zur Bundesregierung fahren (hui)
eine Hauseinweihungsparty besuchen
viele Teamsitzungen haben
die Vorschularbeit in meinem Kindergarten übernehmen
Mutzelchens 9. Geburtstag feiern
eine Übernachtungsparty veranstalten
ein märchenhaftes Bloggerevent besuchen
ein paar spannende Termine haben



Mittwoch, 31. August 2016

In Maasholm

Maasholm steht bei uns immer ganz oben auf unserer Ausflugsliste. Der kleine Fischerort ist einfach zu schön! Die leckeren selbst gebackenen Blechkuchen im Café Sand am Meer spielen auf alle Fälle eine große Rolle. Und im Handwerkerhuus gleich gegenüber kaufe ich jedes Jahr wieder bunte handgewebte Tischläufer.

Sehr, sehr gerne besuchen wir das Naturerlebniszentrum Maasholm, wo wir auch schon einige Angebote, wie z.B. Bernsteinschleifen, genutzt haben. Mit bereitgestellten Leihfahrrädern radelten das Mutzelchen und ich bis vor zum Deich, während der Liebste die beiden Jungs im Bollerwagen zog.

Dieses Mal besuchten wir eine zweistündige Gruppenexkursion an den Ostseestrand mit interessanten Informationen zu den Steinen, die es dort zu finden gibt. Der Naturerlebnispädagoge gab uns genug Zeit zum Sammeln und Entdecken und beantwortete all unsere Fragen.

Der Adventsjunge kostete derweil das salzige Ostseewasser und buddelte zufrieden im Sand. Ich ließ immer wieder meinen Blick in die Weite schweifen und genoss den Wind und die Farben an diesem herrlichen Ort.

















Montag, 29. August 2016

Wieder da!



Hallo zurück aus der Sommerpause! Ich habe mal den Staub von der Tastatur gepustet und blogge wieder weiter mit vielen Bildern aus unserem Urlaub, einem großen Abschied und spannenden Neuigkeiten. Ich freue mich über alte und neue Leserinnen und Leser. Willkommen!

Seit dem Wochenende sind wir wieder zu Hause. Unser Urlaub im Norden war wieder ganz herrlich und entspannt. Das sechste Jahr schon wohnten wir auf dem Gut Oestergaard. Es wird jedes Jahr entspannter. Die Kinder werden größer und können nun schon längere Zeit alleine draußen spielen.

Der Liebste und ich hatten genügend Raum zum Lesen und ausruhen und haben die Zeit miteinander sehr genossen. Auf einigen Ausflügen haben wir wieder die wunderschöne Landschaft bewundert und viele Handwerkerinnen und Handwerker der Region unterstützt.

So spät im Jahr waren wir noch nie in Angeln. So konnten wir dieses Mal den großen Maschinen beim Abernten der Felder zusehen, was ganz besonders den Adventsjungen gefreut hat. Das Mutzelchen war hauptsächlich bei den Pferden zu finden, während der kleine Bruder Kunststücke auf dem Trampolin übte und den Hofhund mit Streicheleinheiten verwöhnte.

Mehr Bilder und Ausflugstipps gibt es hier in den nächsten Tagen.














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