Donnerstag, 30. März 2017

Die Vorbereitungen beginnen...

Vor ein paar Tagen habe ich die allerersten Dinge für unser Augustbaby gekauft. Staunend habe ich mit den Kindern davorgesessen. Sind Neugeborene wirklich sooo klein? Hach!

Wir brauchen alles komplett neu, denn 2015 haben wir all unsere Kinderbekleidung an die Flüchtlingsunterkunft in unserem Stadtteil gespendet. Das ist jetzt nicht schlimm, ich hänge mein Herz nicht an Babykleidung. Nur den allerersten Strampler, den alle meine Kinder anhatten, habe ich aufgehoben. Diese Sachen hier sind ganz neu, das meiste werde ich aber demnächst auf Flohmärkten oder bei ebay erstehen.

Ich bin nun am Ende der 21. Schwangerschaftwoche angelangt. Das Baby spüre ich nun mehrmals täglich stupsen. Morgens nach dem Aufwachen, mittags am Tisch, abends im Fernsehsessel und beim Einschlafen. Ich genieße dieses Gefühl sehr und koste jeden einzelnen Stupser so richtig aus.

Im Schwangerschaftskalender steht für diese Woche: "...Sie sollten sich langsam überlegen, wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten. ... Sie sollten sich nun um eine Hebamme kümmern. ..." Nun, das ist reichlich spät. Geburtshäuser sind schnell voll und Hausgeburtshebammen gibt es in Hamburg z.B. nur noch eine Handvoll. Die sind ratzfatz ausgebucht. Aber auch die Hebammen, die Vor- und Nachsorgeuntersuchungen anbieten, werden immer weniger und die Verbliebenen sind dementsprechend sehr gefragt.

In meinem Fall ist es so, dass ich ganz zu Beginn der Schwangerschaft gleich eine Hausgeburtshebamme angeschrieben habe. Was für ein Glück, sie hat Zeit für mich und wir verstehen uns sehr gut! Aufgrund der großen Entfernungen in der Stadt kann sie aber leider nur zwei, drei Mal zur Nachsorge zu uns nach Hause kommen. Mehr ist einfach nicht drin. Damit stand ich nun das erste Mal vor der Aufgabe, eine Hebamme für die Nachsorgeuntersuchungen bei mir und dem Baby zu finden.

Das war schon schwieriger. Denn im August ist Urlaubszeit. Von den Dutzend in Frage kommenden Hebammen im Umkreis bekam ich nur Absagen. Eine einzige Hebamme ist übrig geblieben. Sie macht erst im September Urlaub. Nun hoffe ich, dass unser Baby pünktlich Mitte August geboren wird, damit dieser Kompromiss auch hält. Es ist zwar mein fünftes Kind, ich möchte aber trotzdem, dass jemand ein Auge auf meine Rückbildung und das neugeborene Baby hat.

Übrigens betrifft der Hebammenmangel nicht nur freiberuflich arbeitende Hebammen, sondern auch die angestellten Hebammen in den Geburtskliniken. Die wenigen Hebammen dort sind total überlastet. "Es brennt!" schreibt Jana heute im Hebammenblog. Und eine andere Hebamme schlüsselt in ihrem Text mal konkret auf, was das genau bedeutet, wenn eine Hebamme in der Klinik 3 bis 4 Frauen gleichzeitig unter der Geburt betreuen muss: Die Frauen sind die meiste Zeit der Geburt alleine!  Von der viel zitierten Sicherheit im Krankenhaus kann da nicht die Rede sein.

Einfacher war zum Glück die Sache mit dem Kinderarzt, der zur U2, der zweiten Untersuchung des Babys nach der Geburt, zu uns nach Hause kommen soll. Auf Nachfrage in unserer Kinderarztpraxis hieß es, ich solle nur kurz anrufen, wenn das Baby da ist, dann kommt er. Prima!

Wie geht es mir sonst so? Haare und Fingernägel wuchern wachsen schneller. Die Waage zeigt immernoch 6 Kilo weniger als zu Beginn der Schwangerschaft an. Meine Hosen rutschen jetzt immer unter den Bauch, weil die Taille verschwunden ist. Die Gewichtsabnahme ist allerdings gestoppt, ich denke, ab jetzt geht es wieder aufwärts. Schwangerschaftsbekleidung habe ich eigentlich nie besessen. Ich trage schon immer sehr gerne elastische Stoffhosen und Kleider, die verpacken auch gut einen größeren Bauch.

Müde bin ich immernoch. Besonderen Appetit habe ich nicht. Ich esse eher weniger, da ich am Abend nun schon öfter Sodbrennen hatte. Gemeine Sache und nichts hilft so richtig. Meine Ärztin hat mir nun ein Präparat aufgeschrieben. Ganz glücklich bin ich über die Entdeckung, dass ich wenigstens Grießbrei ohne alles am Abend essen kann.

Fazit: Die Sorgen werden weniger und die Vorfreude steigt :-)



Kommentare:

  1. Ich glaube, "Sicherheit" in Bezug auf Krankenhaus bedeutet, "der Kaiserschnitt und andere Interventionen stehen bereit". Leider...
    Hier in der Gegend hat Anfang des Monats die nächste Geburtsstation eines kleineren Krankenhauses geschlossen. Meine Hebamme (die einzige im weiten Umkreis, die noch außerklinische Geburten betreut) wird vorraussichtlich Ende des Jahres diesen Bereich ihrer Tätigkeit beenden, da sie es alleine einfach nicht schafft. Sehr traurig ist diese Entwicklung... Es heißt ja immer, Deutschland braucht mehr Babys, aber auf diese Art? Es wird irgendwann darauf hinaus laufen, dass jede Schwangere "ihren" Kaiserschnittermin bekommt und fertig. Babys bekommen wird immer mehr zu einem Tagesordnungspunkt.
    Es hab das Gefühl, was tun zu müssen, nur weiß ich nicht was...

    Und ja, die sind am Anfang so klein, hab auch gestaunt, als ich die Sachen gekauft, bzw. aus den Kartons geholt habe.
    Ich hab heute meine Tasche gepackt (fürs Geburtshaus), da ist ein kleiner Stapel so winziger Kleidung mit drinnen *g*
    Alles Gute weiterhin.
    LG von TAC

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    1. Seufz. Ich war auf Demonstrationen, habe Petitionen unterschrieben und Abgeordneten geschrieben. Was ich sonst noch tun kann, weiß ich auch nicht...

      Du hast die Tasche gepackt? Dann dauert es ja nicht mehr lange. Alles Gute!

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  2. Schöne Sachen :)
    Sind Farbe und Muster ein dezenter Hinweis auf das Geschlecht des Sommerbabys?

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    1. Öhm, wonach sieht es aus?

      Ich habe es neulich schon verraten: es ist ein Mädchen :-)

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    2. Oh, das habe ich doch glatt nicht mitbekommen.
      Ich hätte auf Junge getippt.
      Schön, dass euer Mutzelchen Verstärkung bekommt. 😊
      LG Alexandra

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  3. Die typische Mädchenfarbrn sind es ja eher nicht, auch wenn blau sehr schön ist 😉 aber das ist dem Babygirl ja schnurz.

    Was mich daran erinnert, ich muss auch mal wieder zu DM.. mir gefällt die Kollektion und Qualität von Pusteblume sehr!

    Thema Sodbrennen:
    Ich hatte das auch nur Abends und da hat folgendes geholfen: 1 Fläschen Actimel oder ähnliches und 1 El Mandelblättchen. Also vor dem Hinlegen trinken, hilft super und beruhigt den empfindlichen Magen.

    Lg und alles gute

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    1. Stimmt, dem Babymädchen ist es egal ;-) Ich finde die Farben doch ganz neutral.

      Danke, ich kann ja alle Tipps bzgl. Sobbrennens mal durchprobieren.

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  4. Zauberhaft, so einen Beitrag zu lesen :)

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