Freitag, 9. Juni 2017

Hier so:

Ich habe ein schlechtes Gewissen wegen meines armen vernachlässigten Blogs. Dabei ist bei mir gerade gar nicht so viel los. Ich hätte also eigentlich genug Zeit zum Bloggen. Ich genieße aber einfach die schnöde Routine und relative Ruhe unseres Alltags.

Mein Arbeitgeber hat mir u.a. wegen meiner Vorgeschichte schon Anfang des Jahres ein Beschäftigungsverbot für den Rest der Schwangerschaft ausgesprochen. Seitdem bin ich die ganze Zeit zu Hause. Ich bin dafür sehr dankbar, so konnte ich mich ausreichend schonen. Nach anfänglichen Sorgen kann ich nun wirklich sagen, dass es mir sehr gut geht. Mittlerweile läuft alles deutlich langsamer, aber ich habe es ja glücklicherweise nicht eilig. Mein Bauch ist nun nicht mehr zu übersehen. Interessanterweise wurde ich von Mitmenschen, die ich täglich treffe, noch nicht auf meine Schwangerschaft angesprochen. Wahrscheinlich wegen der Fettnäpfchengefahr.

Nachdem ich die Kinder in Schule und Kindergarten gebracht habe, bleibt genug Zeit für Haushalt, Besorgungen und Nestbau. Mir reicht ein Termin am Tag völlig aus. Das schaffe ich gut und habe noch Zeit zur Erholung oder ein Nickerchen bis ich am frühen Nachmittag wieder die Kinder abhole. Und da sind doch noch so einige Termine nebenbei abzuarbeiten: Arzttermine mit den Kindern, Vorsorgetermine für mich, Hebammenbesuche, Post annehmen oder wegbringen, Spielbesuche der Kinder, Ballettstunden des Mutzelchens, das Gärtchen betüdeln, Fußpflege, die Wohnung putzen, Wäsche waschen, diverse Einkäufe des täglichen Bedarfs und Besorgungen für unser Baby. Der Feinschliff für den Nestbau steht an. Bis zum offiziellen Mutterschutz in drei Wochen will ich alles fertig haben.

Worüber ich mich gerade freue: liebe Menschen aus nah und fern, die an mich denken. Geschwisterliebe unter den Kindern. Mildes Wetter ohne Hitze. Die Fürsorge des Liebsten. Saubere Fenster. Spargel und Erdbeeren satt. Tolle Schnäppchen fürs Baby. Die Fledermaus. Helle Nächte. Und dass die Büsche vor unseren Fenstern wegen Bauarbeiten das erste Mal seit wir hier wohnen nicht geschnitten wurden. Sie blühen nun. So habe ich entdeckt, dass es sich um intensiv duftenden Bauernjasmin handelt. Herrlich!


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