Donnerstag, 2. November 2017

Herbst in Angeln 2

Sonntag, 22. Oktober 2017

Als wir am Morgen aufwachen, scheint schon die Sonne. Wir ziehen die Vorhänge auf und bestaunen die weite Landschaft vor unseren Fenstern. Alles ist so frisch und schön ruhig. Unzählige Wassertropfen glitzern auf den Grashalmen.

Die Kinder laufen zum Hof und holen aus der großen Kiste im Keller unsere Brötchentüte. Die Brötchen haben wir vorbestellt, man trägt sich in eine Liste ein und der ortsansässige Bäcker bringt die Papiertüten mit den Bestellungen zum Hof. Bezahlt wird bei Abreise im Büro auf dem Hof.

Nach dem Frühstück ist der Vormittag schon ziemlich fortgeschritten. Entgegen der Wettervorhersage scheint immernoch die Sonne. Ans Wasser! Ich möchte so gerne zum Leuchtturm Falshöft, da sind Strand und Himmel schön weit.

Als wir unterwegs sind, zieht es etwas zu. Ich binde mir die Augustschnuppe in der Trage um. Das ist schön warm und gemütlich. Sie schläft ziemlich schnell ein. Wir verbringen eine ganze Weile am Strand. Wir schauen und sammeln. Der Adventsjunge wirft Steine ins Wasser. Wir finden Steine mit Loch, Muscheln und abgeschliffenes Glas. So vergrößert sich unsere Sammlung zu Hause von Urlaub zu Urlaub.

Wir treffen einen Mann mit einem großen Pudel. Die Kinder streicheln den Hund. Der Mann schaut auf uns und unsere Kinderschar und sagt nur: "Mutig!" Er habe auch vier Kinder, die wären alle schon groß. Wir nicken uns zu. Der Liebste und ich überlegen noch eine Weile, ob wir wirklich so mutig sind, wie uns oft gesagt wird.

Dann fängt es doch an, zu regnen. Die Mittagszeit ist schon vorüber. Wir beschließen, ins Café Kranz zu fahren, um dort Kuchen zu essen. Das warme Essen verschieben wir auf den Abend. Im Café Kranz gibt es wunderbare hausgemachte Kuchen und Torten, wie man sie aus den Landcafés so kennt. Die Einrichtung ist wieder sehr heimelig. Für Kinder gibt es Spielzeug und Stifte. Einen Wickeltisch gibt es leider nicht.

Während des Essens wird der Adventsjunge immer stiller. Später bekommt er erhöhte Temperatur. Er will am Nachmittag gar nicht mit seinen Geschwistern auf dem Hof spielen. Auf dem Sofa schläft er schließlich ein. Ich mache mir Sorgen, dass er im Urlaub krank wird. Aber am nächsten Tag wird alles wieder gut sein.













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