Mittwoch, 18. Oktober 2017

Dienstag, 17. Oktober 2017

Wir testen: Seed Papilio

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Hier seht Ihr den Kofferraum unseres Autos. Den Siebensitzer haben wir uns schon zur Geburt des Adventsjungen vor fast fünf Jahren zugelegt. Da war unser Großer aber schon so groß, dass er nur noch selten mit uns einen Ausflug mit dem Auto gemacht hat und wir meistens nur drei kleine Passagiere dabeihatten. So haben wir die hintere Sitzbank nur bei Bedarf eingebaut. Dann war der Kofferraum schön groß. Da hatte auch unser alter Kinderwagen genug Platz.

Nun fahren wir aber dauerhaft mit 4 Kindern durch die Gegend und somit auch mit der Sitzbank im Kofferraum. Als Kofferraum kann man die 25 Zentimeterchen eigentlich gar nicht mehr bezeichnen.

Eine der größten Fragen vor der Geburt der Augustschnuppe war also für uns: wohin mit dem Kinderwagen im Auto?


Hier seht Ihr den Kofferraum unseres Autos mit unserem neuen Kinderwagen an Bord. Es gibt tatsächlich einen vollwertigen Kinderwagen, der sich so klein macht, dass er genau dort hineinpasst. Der Liebste hat da noch eine kleine Konstruktion mit einem Gummiseil macgyvert, damit das Gestell und die Wanne an Ort und Stelle bleiben.

Ich habe zuvor im Internet lange nach einem Kinderwagen gesucht, der unsere speziellen Bedürfnisse erfüllt. Bei Seed bin ich fündig geworden. Ich war gleich angetan von dem schlichten und modernen skandinavischen Design. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Firma uns einen Seed Papilio zum Testen und Berichten zur Verfügung gestellt hat.


Und hier ist das gute Stück. Oh, Moment, vor dem Hintergrund ist der Wagen nicht so gut zu erkennen. Und da kann ich auch gleich eine Schwachstelle erwähnen: für Kopfsteinpflaster ist der Wagen definitiv nicht gemacht. Durch die fehlende Federung wackelt der Wagen ganz schön. Die kleinen Vorderräder bleiben an höheren Huckeln hängen.



Und noch eine kleine Schwachstelle hat sich gezeigt: die Regenplane ist dem Hamburger Regenwetter nicht ganz gewachsen. Eine so schicke Regenplane hatte ich noch nie. Und durch den umlaufenden Reißverschluss kann ich zu Hause die Plane hochklappen und das Baby ganz leicht aus dem Wagen nehmen. Allerdings sickert durch den Reißverschluss Wasser durch. Eine Kante, die den Reißverschluss verdeckt, könnte hier ganz leicht Abhilfe schaffen.


So. Vor diesem Hintergrund ist der Wagen viel besser zu erkennen. Schon ziemlich schick, oder?! Und er sieht kleiner aus, als er ist. Ich hatte erst Bedenken, dass die Liegewanne zu klein ausfällt. Sie ist aber mit 81 Zentimetern genauso groß wie unsere letzte Wanne. So kann das Baby schön lange drin liegen, bis es wirklich bereit zum Sitzen ist. Dann gibt es einen ergonomischen Sitz, der auch so schnell aufs Gestell geklickt wird, wie die Wanne.



Alle Teile, die gedrückt werden müssen, um den Wagen umzubauen oder zu klappen, sind in einer Kontrastfarbe gehalten. Die Wanne kann ganz leicht vom Gestell gelöst werden, z.B. um das Gestell zusammenzuklappen.

Überhaupt ist das der Hit des ganzen Wagens! Das Einklappen des Gestells geht total leicht und schnell. Der Clou: sogar die Räder werden eingeklappt! So misst das Gestell in der Höhe nur noch 22 Zentimeter. Flacher geht es wohl nicht. Schaut es Euch hier im Video mal an. Das hat mir gleich gefallen und geht wirklich so schnell und einfach, wie gezeigt.

Ansonsten ist der Wagen sehr stabil und hält eine Menge aus. Diverse Postpakete, Einkäufe und das Laufrad des Adventsjungen können nicht irren. Für die große Ablagefläche habe ich einen Korb besorgt, es gibt aber im Seed-Shop auch eine passende Tasche und noch vieles anderes Zubehör. Die Adapter für die Autobabyschale haben wir dazugekauft, nutzen sie aber praktisch gar nicht, weil wir ja den ganzen Kinderwagen immer dabei haben. Das Baby liegt in der Liegewanne sowieso viel bequemer.

Fahren tut sich der Wagen ganz leicht, die Schwenkräder schweben nur so um die Kurven, lassen sich aber auch feststellen. Der Schiebegriff lässt sich in zwei Stufen verstellen oder auch ganz einschieben, praktisch z.B. im vollen Bus, dann ist er nicht im Weg.

Wir werden sehr oft angesprochen. Aufs süße Baby, aber fast genauso oft auf den Wagen.

Und wenn Ihr also ein Auto seht, wo hinter der Heckscheibe ein paar Kinderwagenräder zu sehen sind, winkt uns ruhig :-)







Montag, 16. Oktober 2017

Unser Wochenende

An diesem Wochenende war ich viel unterwegs. Am Samstag stehen wir relativ früh auf, denn der Liebste hat sich bereiterklärt, mich zum Gut Karlshöhe zu fahren, wo ich ein Modul meiner Weiterbildung zur Fachkraft für Naturerlebnispädagogik nachholen darf. Um 9 Uhr soll es dort losgehen. Wir frühstücken schnell. Ich packe meinen Korb mit einem Blech Lebkuchen für das Buffet und meinem Thermokaffeebecher.

Nachdem der Liebste mich in Karlshöhe abgeliefert hat, fährt er mit den Kindern einkaufen. Ich werde herzlich von der Seminargruppe aufgenommen. Ich fühle mich gleich ganz heimisch. Ich kenne niemanden, aber das macht gar nichts. Alle sind ganz offen und zugewandt. Das Thema diesmal ist "Land-Art". Darauf habe ich mich schon bei der Anmeldung zur Weiterbildung vor zwei Jahren am meisten gefreut.

Ein sehr bekannter Vertreter von Land-Art ist natürlich der Schotte Andy Goldsworthy. Er hat unendlich schöne Land-Art erschaffen und in zahlreichen Bildbänden festgehalten. Der Film "Rivers and Tides"* über ihn und seine Arbeit ist ein ganz besonderes Stück Filmkunst und vor allem sehr entspannend.

Nach einer kleinen Vorstellungsrunde gehen wir gleich nach draußen und steuern zuerst den Bauerngarten an. Der ist jetzt im Herbst schon ziemlich kahl, aber trotzdem noch recht bunt. In einer ersten Übung sollen wir mal schauen, wo wir im Gelände Farben, Formen oder Linien finden, aus denen sich etwas machen lässt. Meine Partnerin und ich finden einen geschwungenen Wegesrand und betonen ihn mit rotem Laub. Auch die anderen Teilnehmerinnen haben gute Ideen.

Später sammeln wir verschiedene Erden und machen daraus Erdfarben. Damit können wir experimentieren wir und entwickeln unsere Zeichnung weiter, die wir vorher auf der Streuobstwiese angefertigt haben.

Nach der Mittagspause gehen wir wieder ins Gelände und dürfen ganz frei unser eigenes Land-Art-Kunstwerk in der Natur erschaffen. Das gefällt mir sehr. Fast eine Stunde lang stehe ich im hohen Gras, denke und summe vor mich hin und flechte und drehe Grashalme. Ich finde das sehr meditativ und würde das gerne öfters machen.

Ein paar schöne Literaturtipps habe ich mir für meinen Wunschzettel mitgenommen, z.B. das Buch "Naturwerkstatt Landart"* oder "Ideenbuch Landart"*.

Um 17 Uhr holt mich der Liebste mit den Kindern ab. Eigentlich wollten wir noch einen Kaffee im Restaurant auf dem Gut trinken, aber leider ist dort, wie in letzter Zeit schon öfter, eine geschlossene Gesellschaft.

Aber es ist eh schon spät und so gehen zu Hause die Jungs in die Badewanne und der Abend verläuft ganz ruhig. Die Augustschnuppe will nicht so recht einschlafen, so schuckle ich sie gegen Mitternacht auf der Bettkante sitzend und kippe einmal fast nach hinten, weil ich im Sitzen eingeschlafen bin. Dann schläft sie aber bis auf eine Trinkpause in der Nacht ziemlich gut.






Um 6:30 Uhr am Sonntagmorgen werden der Liebste und ich von einem schrillen Kreischen der Augustschnuppe geweckt. Entweder hat sie komisch geträumt oder regt sich auf, weil sie eine verstopfte Nase hat.

Draußen ist dichter Nebel. Aber nur eine Stunde später strahlt die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Wir frühstücken gemütlich und trödeln vor uns hin. Wir schauen die "Sendung mit der Maus" wo der 60. Geburtstag vom kleinen Maulwurf gefeiert wird. Den lieben wir alle, der Liebste und ich schon seit unserer Kindheit.

Der Liebste spielt mit dem Adventsjungen unser neues Spiel "Spinderella"*, was sich sehr lustig anhört. Ich koche Kürbissuppe mit angebratenen Würstchen und Brotwürfeln. Wir essen erst gegen 14 Uhr.

Weil das Wetter so dermaßen schön aussieht, gehen wir dann bald raus. Der Liebste und die Kinder bringen mich zum nächsten U-Bahnhof. Dort ist eine sehr begehrte Eisdiele, die natürlich bei dem Wetter belagert ist. Wir bekommen trotzdem einen schönen Platz und essen unser Eis.

Dann verabschiede ich mich von meiner Familie, denn ich fahre in die Innenstadt. Dort möchte ich in der Laeiszhalle ein Konzert besuchen. Die Gruppe "Trobar e Cantar" bietet mittelalterliche Musik mit Gesang und Instrumenten dar.

Ich fahre mit der U-Bahn in die Stadt und habe noch ein bisschen Zeit. Ich biege auf meinem Weg zur Laeiszhalle einfach mal ab und stehe plötzlich vor einem See, über dem der Hamburger Fernsehturm aufragt. Herbstfarben leuchten überall in der tief stehenden Sonne. Wie malerisch! Ich laufe ein wenig durch den Park und merke erst jetzt, dass ich bei "Planten un Blomen" gelandet bin. Hüstel, nun wohnen wir schon 8 Jahre in Hamburg und waren noch nie dort. Was ich sehe, gefällt mir gut, auch wenn der Park bei dem Wetter rappelvoll ist.

Aber dann ist es Zeit für das Konzert. Auf einer kleinen Studiobühne spielt das Ensemble Lieder aus verschiedenen Epochen. Mich interessieren neben dem Gesang vor allem die Instrumente, die originalgetreu nachgebaut wurden. Da gibt es ganz verschiedene Flöten, Schalmeien, Krummhörner und sogar ein Gemshorn, auf dem sehr elegant gespielt wird. Es ist eine Freude! Bald soll es auch eine neue CD der Gruppe geben. Mehr Informationen finden sich auf der Facebookseite.

Nach dem Konzert mache ich mich auf den Heimweg. Es ist schon fast dunkel. Zu Hause angekommen, sehe ich Sterne an dem wolkenlosen Himmel und höre in der blauschwarzen Weite Gänse tröten. Drinnen sage ich den großen Kindern gute Nacht, die noch auf sind, weil die Herbstferien begonnen haben. Dann bekuschle ich den Liebsten, der mir ein schönes Wochenende gegönnt hat und nehme die Augustschnuppe in den Arm.


Noch mehr Familienwochenenden sind bei Susanne versammelt.









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Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober

Heute ist wieder 12 von 12. Das Fotoprojekt gibt es schon ziemlich lange. Am 12. eines Monats macht man Fotos vom Tagesablauf und zeigt dann am Ende des Tages 12 Bilder im Blog. Das Blog finde ich immernoch den besten Ort dafür, denn auf Instagram wird die Reihenfolge gerne durcheinandergewürfelt. Gesammelt werden alle Beiträge bei Caro, die heute Geburtstag hat.


Hier ist z.B. mein allererstes 12 von 12 vom Februar 2009. Da war das Mutzelchen noch ganz klein. Und im Juni 2009 war der kleine Bruder ganz frisch geboren, hachseufz... Vor zwei Jahren war mein 12. Oktober sehr arbeitsreich und vollgepackt. Und im letzten Jahr hatte ich im Oktober gerade eine sehr schwere Zeit hinter mir. Schon interessant, ab und zu auch solche Alltagssituationen zu dokumentieren und anzuschauen.

Heute bin ich um 1:30 Uhr wach und um 5. Die Augustschnuppe trinkt im Halbschlaf ihre Flasche leer und schläft danach gleich wieder in ihrem Beistellbettchen weiter. Um 6 Uhr steht der Liebste auf, ich werde von ihm eine halbe Stunde später geweckt.

Um 7 Uhr fährt der Liebste ins Büro. Ich verabschiede ein wenig später die Schulkinder, die alleine gehen. Den Adventsjungen bringe ich in den Kindergarten. Aber erstmal wecken wir die Augustschnuppe, die noch ihre Flasche bekommt, bevor wir losgehen.


Nachdem ich den Adventsjungen weggebracht habe, fahre ich mit dem Bus ins Ortszentrum. Auf dem Weg komme ich an diesem offensichtlich wenig genutzten Fahrrad vorbei. Es ist ziemlich windig, regnet aber zur Abwechslung mal nicht. Die Wolken fliegen über den Himmel und wechseln sich mit Sonnenschein ab.


In der Fußgängerzone ist heute Biomarkt. Da ist auch das Gut Wulfsdorf vertreten, das wir oft am Wochenende besuchen. Deshalb brauche ich heute nichts auf dem Markt kaufen. So früh ist es noch ziemlich leer. Ich kaufe im Bioladen Kardamom-Nachschub für die Zimtschnecken.

Bei Tchibo schaue ich kurz rein, ob es vielleicht eine Winterjacke für das Mutzelchen gibt. Im Internet ist ihre Größe schon längst vergriffen und auch der Filialfinder zeigte an, dass keine Jacken mehr vorrätig sind. Ich frage trotzdem bei der Angestellten nach. Und siehe da: gestern wurde eine Jacke nicht abgeholt. Genau in der richtigen Größe, perfekt!


Bei dm nehme ich Shampoo mit und schaue in der Babyabteilung nach Wickelbodys für die Augustschnuppe. Ich mag die, weil sie so schön schlicht und ziemlich neutral sind. Von dem Pfadfinder in der Kleidung habe ich letztes Jahr bei einer Veranstaltung erfahren. Da kann ich vom Baumwollanbau bis zum Versand erfahren, wie das Kleidungsstück entstanden ist. (Dafür, dass der Body so weit gereist ist, finde ich 4,50 Euro fast zu günstig.)


Gegen 10 Uhr bin ich schon wieder zurück zu Hause. Die Augustschnuppe bekommt ihre Flasche und danach halte ich sie eine Weile auf meinem Schoß. Irgendwann wird sie müde und schläft ein.


Ich lege die Kleine auf dem Sofa ab und umpolstere sie mit Kissen. Dann habe ich Zeit, ein bisschen Haushaltskram zu erledigen. Geschirrspüler einräumen, Flaschen säubern, Bad putzen, aufräumen, Pakete für die Nachbarin annehmen...


Ich freue mich schon sehr auf mein Mittagessen. Mal wieder ein Fertiggericht. Aber was für eins! Putencurry mit Süßkartoffeln, Mango und Erdnüssen. Moah, wie lecker! Vor ein paar Tagen habe ich nämlich ein Testpaket von "Gesund und Mutter" zugesendet bekommen. Susi hat die Idee gehabt, für Mütter im Wochenbett, in der Stillzeit und darüber hinaus gesundes qualitativ hochwertiges Essen anzubieten, das als Vorrat nach Hause geliefert wird. Frisch gekocht und in schönen Gläsern eingeweckt ist das eine wunderbare Art, sich gut um sich zu kümmern. Die anderen Gerichte, die ich schon probiert habe, waren auch grandios lecker, die könnte ich täglich essen. Auch eine super Geschenkidee zur Geburt!


Das Mutzelchen kommt nach Hause. Zwei gute Noten hat sie im Gepäck, jeweils eine 2 im Mathe- und Englisch-Test. Die Augustschnuppe bekommt wieder eine Flasche und dann darf ich die Kleine bei der großen Schwester lassen und hole schnell den Adventsjungen aus dem Kindergarten ab. Ich fahre mit dem Lastenrad, das geht schneller. Ich freue mich schon drauf, wenn das Baby sitzen kann und auch endlich in einem eigenen Babysitz mitfahren darf.


Draußen entdecken wir wieder schöne Pilze auf der Wiese und unter den Bäumen. Geht das nur mir so, oder gibt es in diesem Jahr besonders viele?


Zu Hause ist die Kleinste wieder umringt von ihren Geschwistern. So sieht das täglich bei uns aus. 9 Wochen genau ist sie heute schon bei uns. Die Geschichte ihrer überraschenden Geburt hier bei uns zu Hause ist immer wieder schön.

Der kleine Bruder ist heute nach dem Unterricht mit zu seinem besten Freund gegangen, denn der Hort hat heute geschlossen. Der Liebste wird ihn nach der Arbeit auf dem Heimweg abholen.


Für den Nachmittagssnack habe ich den Kindern ein sogenanntes Hanseatenherz vom Bäcker mitgebracht. Das sind große Kekse aus Mürbeteig, die von viel Marmelade zusammengehalten werden und mit weiß-rotem Zuckerguss bestrichen sind. Weiß-rot wie die Hamburger Flagge.


Das Mutzelchen fährt dann mit dem Bus alleine zum Ballettunterricht. Der Adventsjunge darf zwei, drei Folgen seiner aktuellen Lieblingsserie "Paw Patrol"* sehen. Der Hit bei 4 bis 5jährigen! Ich setze mich dazu, die Augustschnuppe im Arm, eine Tasse Kaffee dazu und schuckle sie ein. Sie schläft aber nur ein paar Minuten.

Dann will der Adventsjunge in die Badewanne gehen. Wir warten noch auf die restlichen Familienmitglieder und um 18 Uhr soll es Abendbrot geben. Der Liebste und der kleine Bruder verspäten sich, denn sie haben sich wieder verquatscht. Wir fangen schonmal mit dem Essen an. Die Augustschnuppe schreit sich kurz in Rage, weil sie schon wieder müde ist. Ich trage sie kurz in der Gegend rum, bis sie in meinem Arm einschläft. Der Adventsjunge darf schon KIKA schauen. Erst nach dem Sandmännchen trudeln der Liebste und der kleine Bruder ein.

Das Mutzelchen räumt den Geschirrspüler aus und ich kann das Baby auf dem Sofa ablegen. Ich gehe mit dem Adventsjungen Zähne putzen und bringe ihn ins Bett. Der kleine Bruder riecht nach Rauch, denn sein Freund und er haben in dessen Garten ein großes Lagerfeuer gemacht. Also alle Klamotten in die Waschmaschine und ab unter die Dusche. Das Baby ist schon wieder wach und hat Hunger. Der Liebste gibt ihr die Flasche. Ich bringe der Nachbarin schnell ihr Paket vorbei.

Wenn Ruhe eingekehrt ist, schauen wir vielleicht "Länder, Menschen, Abenteuer". Tee und Schokolade sollen auch eine Rolle dabei spielen.


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Mittwoch, 11. Oktober 2017

Gefilzte Hagebutten


Als letzte Woche der große Sturm über uns hinwegfegte, fielen mir ein paar abgebrochene Zweige buchstäblich vor die Füße. (Die dicken Äste sind zum Glück zu einem anderen Zeitpunkt runtergekommen.) Das war der Hinweis, endlich mal mein kreatives Vorhaben vom letzten Jahr umzusetzen.

In einem Modul meiner Weiterbildung zur Fachkraft für Naturerlebnispädagogik habe ich das Filzen kennengelernt. Das war so schön! Das Trockenfilzen mit einer Nadel hat es mir damals angetan.

Ich bestellte mir ein Starterset* Wolle und Nadeln und habe seitdem ein paar kleinere Dinge gefilzt, wie z.B. ein Schneeglöckchen. Beim Filzen mit der Nadel hat man schnelle Erfolgserlebnisse. Die Filznadel hat viele kleine Widerhaken. Durch das Einstechen mit der Nadel in die Wolle verbinden sich die Fasern miteinander. Das Werkstück wird fester und kleiner dabei.

An meinen Zweigen sollten jetzt im Herbst rote Hagebutten prangen. Dafür habe ich rote Wollfasern zunächst ein wenig zu einer länglichen Kugel aufgedreht. Dann habe ich die Wolle rundherum mit mit schnellen Stichen mit der Filznadel bearbeitet, bis Form und Größe an eine Hagebutte erinnern. An ein spitzes Ende filzte ich eine kleine schwarze Kugel auf.

Um die gefilzte Hagebutte am Zweig zu befestigen, habe ich mit einem hölzernen Küchenspieß ein Loch in das Filzstück gebohrt. Das gelingt, indem man den Spieß etwas dreht. Dann eine geeignete Stelle am Zweig suchen und dort auf den Zweig stecken. Ich hatte extra noch Flüssigklebstoff besorgt, den brauchte ich aber doch nicht. Fertig.

Mir gefällt meine schnelle Herbstdekoration richtig gut. Schlicht und doch wirkungsvoll. Das ist auch ein schönes Projekt für größere Kinder. Vielleicht filze ich noch ein paar mehr Hagebutten, fädle sie auf einen dünnen Draht und drehe sie zum Kranz.








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Dienstag, 10. Oktober 2017

Zwei Monate Augustschnuppe

mit 2 Monaten...

*  ist die Augustschnuppe immer länger tagsüber wach
*  strampelt sie ganz doll mit den Beinchen und hebt sie gleichzeitig an
*  bekommt sie die süßesten Speckfalten an Armen und Beinen
*  und schöne Pausbäckchen
*  hat sie die blausten Augen der Welt
*  kringeln sich die langen Haare nach dem Baden
*  kann ich sie schlafend in den Kinderwagen legen...
*  schlafend durch die Gegend fahren...
*  und schlafend wieder zu Hause ablegen
*  ist sie immer umringt von ihren Geschwistern
*  finden alle sie "süüüüüüß"
*  duftet sie nach Zimtschnecken
*  kommt alle zwei bis drei Stunden der Hunger
*  in der Nacht auch mal alle vier Stunden
*  werden die ersten Kleidungsstücke langsam zu klein
*  horcht sie gebannt ihrer Spieluhr
*  schaut sie Personen hinterher
*  grinst sie uns sehr verschmitzt an
*  bringt sie unsere Herzen zum Schmelzen


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