Montag, 14. August 2017

Geburtsbericht 5. Kind

Donnerstag, 10. August 2017

Noch 3 Tage bis zum errechneten Geburtstermin. Am Mittag schreibe ich diesen Eintrag. Nachdem wir am Vortag mit den Fahrrädern zum Wochenmarkt gefahren sind, möchte ich es an diesem Tag ruhig angehen lassen. Irgendwie wurschteln sich meine drei Ferienkinder durch den Tag. Ich erledige den täglichen Haushaltskram und will eigentlich nur meine Ruhe haben. Zum Mittag gibt es Milchreis mit Zucker und Zimt und Apfelmus. Danach dürfen die Kinder einen Film schauen, ich schlafe derweil im Sessel ein.

Ich bin den ganzen Tag über irgendwie unruhig. Am Nachmittag ruft das Mutzelchen ihre Freundin an. Die beiden haben sich seit Ferienbeginn nicht gesehen. Es wird ein Übernachtungsbeschluss gefasst. Ich bringe meine Große über die Straße und bin ein bisschen erleichtert, ein Kind weniger zu Hause zu haben. Der kleine Bruder und der Adventsjunge spielen ganz gut miteinander, bis es Zeit wird für das Abendessen. Ich bin froh, den Tag geschafft zu haben.

Der Liebste kommt um kurz vor 18 Uhr nach Hause. Endlich. Ich bin beruhigt, dass er nun da ist. Die Jungs dürfen schon KIKA anmachen und bekommen einen bunten Schnittchenteller auf dem Sofa. Ich verziehe mich ins Schlafzimmer und will nur noch in Ruhe gelassen werden. Um 19 Uhr ist die Fernsehzeit für die Jungs vorbei. Sie gehen sich die Zähne putzen und gehen danach in ihre Betten. Sie hören noch Hörspiele und schauen Bücher an.

Ich ziehe um ins Wohnzimmer auf meinen Sessel und schaue die Berliner Abendschau und die Tagesschau, mein tägliches Feierabend-Ritual. Während dieser Zeit habe ich Wehen, auf die ich mich konzentrieren muss. Ich starte auf dem Handy eine Wehen-App um die Abstände zwischen den Wehen zu beobachten. Die Wehen kommen so alle 7 bis 8 Minuten. Ich erzähle das dem Liebsten, der mich skeptisch beäugt und mich darauf hinweist, dass es bei den letzten Geburten von diesem Punkt an nicht mehr allzu lange gedauert hat. Ich wiegle ab und sage, das wäre alles noch ganz harmlos. Ja, auch als Fünftgebärende bin ich mir mal wieder nicht sicher, ob die Geburt nun losgeht oder nicht.

Der Liebste macht sich schnell noch ein Brötchen und schafft dann Fakten, indem er die beiden großen Matratzen unter den Kinderbetten hervorholt und im Wohnzimmer vor dem Sofa ein Matratzenlager baut. Unter das Bettlaken kommt ein großer wasserundurchlässiger Matratzenschoner. Der Adventsjunge kommt aus seinem Zimmer, sieht das Matratzenlager und fragt "Wer kommt heute?" weil er denkt, wir bekämen Besuch. Ich sage ihm, dass seine kleine Schwester vielleicht bald geboren wird und bitte ihn, wieder in sein Zimmer zu gehen.

Wir entscheiden, oder vielmehr der Liebste, die Hebamme zu informieren. Um 20:12 Uhr telefoniert der Liebste mit ihr und gibt ihr den Stand der Dinge durch. Die beiden beschließen, dass der Liebste sich melden soll, wenn die Wehen in kürzeren Abständen kommen.

Die Tagesschau ist vorbei und ich entdecke die Übertragung der Leichtathletik-WM. Damit will ich mich ablenken. Irgendwie kann ich aber nicht mehr sitzen. Ich laufe kurz in die Küche und schaue dort aus dem Fenster. Der Liebste ist am aufräumen und kocht eine Kanne starken Kaffee für den Dammschutz. Ich spüre eine Wehe heranrollen und gehe schnell zum Esstisch, wo ich mich an einer Stuhllehne festhalte und meinen Rücken fest gegen die Wand drücke. So stehend veratme ich die Wehe und warte, bis sie vorüber ist. Dann laufe ich etwas herum, komme aber nicht weit sondern stelle mich schnell wieder an meinen Platz und atme und töne.

Jetzt bin ich mir plötzlich sicher, dass es nicht mehr lange dauern kann. Das kommt mir alles so bekannt vor. Bei der letzten Wehe spürte ich einen vorsichtigen Anflug des Pressdrangs. Der Liebste soll die Hebamme anrufen! Um 20:28 Uhr hat er sie an der Strippe. Sie ist mit ihrer Kollegin in einem Restaurant am Hamburger Hafen und will sich auf den Weg machen. Ich laufe so schnell ich kann rüber ins Schlafzimmer, um meine Hose auszuziehen. Ich schmeiße meine Sachen in die Ecke und ziehe mir ein Nachthemd an. Ich will dann auch lieber nicht mehr am Tisch stehen, denn ich habe das Gefühl, es wäre gut, es wäre etwas Weiches unter mir. Für alle Fälle...

Ich knie mich auf die Matratze vor dem Sofa und liege mit dem Oberkörper auf dem Couchtisch, auf dem ein dickes Kissen liegt. Mit den Händen halte ich mich am Tischrand fest. Das habe ich in der Schwangerschaft getestet und als meine bevorzugte Position für die Geburt erkoren. Der Liebste holt Einwegunterlagen und Handtücher und weicht nicht mehr von meiner Seite.

Da rollt wieder eine Wehe heran und ich muss pressen. Das ist echt heftig. In mir drin ein großes Brennen und Drücken. Während der nächsten Wehe platzt die Fruchtblase. Nach der Wehe fühle ich, ob ich das Köpfchen des Babys schon tasten kann. Nein, nichts. Schon wieder eine Wehe und ein Pressdrang wie nie. Die Wehen kommen praktisch ohne Pause. Ich kann sie nicht mehr wie gewohnt veratmen und brülle nur noch ins Kissen. Ich denke an mein Baby und dass es Sauerstoff von mir braucht. Also versuche ich, zu hecheln.

Ich habe ziemliche Schmerzen und denke, ich zerreiße. Ich hechle und schreie. Wie lange kann ich das durchhalten? Der Liebste redet beruhigend auf mich ein und sagt immer wieder "Du machst das gut. Du machst das guuuut.". Ich bin so froh, dass er an meiner Seite ist. Dann sagt er plötzlich "Der Kopf ist da!" Ich kann das gar nicht glauben. Nun kommt keine Wehe mehr, aber ich will es jetzt wirklich wissen. Mit all meiner Kraft presse ich ein letztes Mal und rufe "Nimm sie!"

Stille. Ich schaue auf meine Armbanduhr. 20:53 Uhr. Dann kriege ich fast einen Lachanfall. Es ist geschafft! Ich habe es geschafft! Ich höre ein leises Quäken hinter mir und will endlich mein Baby sehen. Der Liebste hat das Baby vorsichtig aufgefangen und auf der Matratze abgelegt. Jetzt wischt er es ein wenig ab. Dann wickelt er es mit den roten Duschtüchern warm ein. Ich schlage ihm vor, mir das Baby durch meine Beine hindurchzureichen. Er legt es unter mich. Große Kulleraugen gucken mich ganz wach an. Ich will das Baby hochnehmen, aber die Nabelschnur ist viel zu kurz. So muss ich es erstmal eingewickelt liegen lassen und knie über dem Kind.

Der kleine Bruder und der Adventsjunge sind immernoch wach in ihrem Zimmer. Der Liebste soll sie doch mal holen. So sitzen die beiden nur 5 Minuten nach der Geburt neben mir und bewundern ihre kleine Schwester. "Willkommen auf der Welt!" sagt der kleine Bruder. "Willkommen in Hamburg!" sagt der Adventsjunge. Beide sind ganz verzückt und freuen sich. Der Liebste macht die ersten Fotos.

Um kurz nach 21 Uhr klingelt es an der Tür. Die Hebamme ist da. Ich höre wie der Liebste ins Treppenhaus spricht, dass die Hebamme langsam machen kann, das Kind wäre schon da. Sie betritt das Wohnzimmer und begrüßt uns. Die Nabelschnur ist mittlerweile auspulsiert, so kann mich die Hebamme endlich aus meiner Lage befreien und schneidet die Nabelschnur durch. Die Plazenta kommt. Ich nehme das Baby hoch und setze mich angelehnt ans Sofa in eine bequemere Position. Uff! Die zweite Hebamme trifft ein und alle gemeinsam freuen wir uns über diese besondere Überraschung.

Wir quatschen und lachen alle und bestaunen das Baby. Das liegt ganz entspannt in meinen Armen. Die Jungs können nun erst recht nicht mehr schlafen und kommen alle paar Minuten vorbei, um das Baby anzusehen und abzuküssen. Die Hebammen lassen uns für eine Weile in Ruhe und beginnen am Esstisch mit dem Papierkram. Geburtsbericht schreiben, Unterlagen für das Standesamt ausfüllen usw.

Dann schicken wir die Jungs endgültig ins Bett. Das Baby wird angeschaut, gemessen und gewogen. Es ist 52cm groß, 3750g schwer und hat einen Kopfumfang von 36cm. Dann werde ich untersucht, alles ist heile und mir geht es gut. Ich gehe kurz duschen, ziehe mir etwas an und lege mich dann im Schlafzimmer ins Bett. Das Baby wird mir gebracht und nun können wir kuscheln. Die Hebammen räumen noch ein bisschen auf und verlassen uns gegen 23 Uhr. Der Liebste schaltet die Waschmaschine an und macht sich auch bettfertig. Er legt sich zu mir und unserer neugeborenen Tochter. Wir schauen uns an und heulen beide vor Glück gleichzeitig los.

Am nächsten Morgen stehen die Jungs gleich wieder an unserem Bett. Sie wollen schauen, ob das Baby noch da ist. Das Mutzelchen kommt heim und freut sich sehr. Sie kann es gar nicht fassen, dass während sie mit ihrer Freundin beim Filmabend auf dem Sofa gesessen hat und Chips gegessen hat, woanders ein Baby geboren wird. Unser Baby. "Aber eigentlich wusste ich das schon. Denn ich habe an diesem Tag eine Wimper von mir gefunden, sie fortgepustet und mir gewünscht, dass unser Baby kommt." Gut gemacht! Endlich ist sie da, unsere kleine Augustschnuppe!











Freitag, 11. August 2017

Willkommen Augustschnuppe!

Am 10. August 2017 um 20:53 Uhr wurde unsere Augustschnuppe zu Hause in unserem Wohnzimmer geboren. Die Geburt war sehr heftig und rasant. Die Kleinste wurde aufgefangen von ihrem Papa, denn die Hebamme hat es nicht mehr rechtzeitig geschafft. Uns geht es sehr gut und wir sind überglücklich.


Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
Psalm 34,9
Tageslosung 10.08.2017



Donnerstag, 10. August 2017

Komm, Baby, komm!

Jo, das könnte was werden. Das dachte ich gestern Abend wieder, als die Wehen über mehrere Stunden alle 8 bis 10 Minuten kamen. Ein bisschen übel war mir unter den Wehen und es hat schön nach unten gedrückt. Bis halb 1 in der Nacht bin ich dann ein bisschen in der Wohnung herumgelaufen, denn schlafen konnte ich eh nicht. Wollte ich dann aber. Um 5 bin ich wieder aufgewacht und weg war der ganze Zauber.

Das geht nun schon ein paar Tage so und macht mich echt mürbe. Die ganze Zeit muss ich mit meinen Kräften haushalten, um fit für die Geburt zu sein. Die Wehen kommen auch tagsüber immer öfter. Da stehen aber Haushalt und Kinder an. Ich bin im Moment froh über jeden Tag, den ich einigermaßen rumkriege. Vorgestern flossen bei mir die Tränen, weil die Kinder in diesem Jahr so langweilige Ferien haben. Den ganzen Tag zu Hause, wenig Ausflüge, alle Freundinnen und Freunde verreist. Den großen Eimer Playmais* haben sie an nur einem Vormittag komplett verbastelt.

So beschloss ich gestern, wenigstens mit allen Kindern zum Wochenmarkt zu radeln. Fahrradfahren geht noch ganz gut. Mein Lastenrad hat ja auch einen Motor. Absteigen und laufen ist da schon schwieriger für mich. Nach dem Spaziergang im Schneckentempo über den Markt war ich ganz schön fertig. Aber die Kinder haben sich gefreut. Am Obststand haben wir frische Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren gleich aus der Schale genascht. Und am Abend kam der Liebste ein wenig früher von der Arbeit und hat mit den Kindern noch einen Ausflug zur Eisdiele gemacht.

Noch drei Tage bis zum errechneten Geburtstermin. Komm, Baby, komm!


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Mittwoch, 9. August 2017

Aprikosen-Tarte

Jetzt ist Aprikosen-Zeit. Dafür habe ich mir vor ein paar Jahren mal dieses Rezept gemerkt. Eine Aprikosen-Tarte mit Mascarpone-Creme. Und damit ich in meinem eigenen Blog suchen kann, schreibe ich es hier mal auf. Den schlichten Teig mache ich wie auch bei der leckeren Blaubeer-Crostata. Vorgebacken habe ich ihn nicht.

Mein Mascarpone aus dem Bioladen war sehr, sehr fest, von rühren keine Spur. Ich habe etwas Milch dazugegeben, um die Sache cremiger zu gestalten. Nach dem Backen war meine Füllung dann noch ziemlich flüssig, so dass ich beim nächsten Mal auf alle Fälle noch ein Ei untermischen würde, damit die Masse stocken kann.

Teig:

200g Mehl
1 Prise Salz
1Tl Zucker
100g kalte Butter in Würfeln
80ml kaltes Wasser

Füllung:

500g Mascarpone
70g Zucker
(evtl. etwas Milch und 1 Ei)
10 Aprikosen
etwas helle Marmelade, Orange oder Aprikose

*  alle Teigzutaten zügig verkneten, etwa 45 Min. kalt stellen
*  Mascarpone mit Zucker verrühren (evtl. weiter wie oben beschrieben)
*  eine gefettete Tarteform mit dem Teig auslegen
*  Mascarponecreme auf dem Teig verstreichen
*  halbierte Aprikosen auf der Creme verteilen
*  mit glatt gerührter Marmelade die Aprikosen bestreichen
*  bei 180°C (Umluft 170°) ca. 30 Minuten goldbraun backen
*  abgekühlt servieren






Freitag, 4. August 2017

Ein Geburtstagstisch für das Baby

"Bäckst du einen Geburtstagskuchen, wenn sich das Baby auf den Weg macht?" fragte mich die Hebamme neulich. Das ist ein sehr schönes Ritual, bei einer (Haus)Geburt mit beginnenden Wehen in die Küche zu gehen und einen Kuchen zu backen. Zu einem ist die Frau dann beschäftigt und ein bisschen abgelenkt, zum anderen hilft die aufrechte Bewegung sehr gut bei der Geburtsarbeit. Und wenn das Baby dann geboren ist, wird es von Kuchenduft empfangen. Eine sehr schöne Vorstellung, oder?!

Bei meinen sehr rasanten Geburten bin ich allerdings nie zu etwas gekommen, deshalb wird es bei uns höchstwahrscheinlich keinen frischen Kuchen geben. Aber wir haben eine schöne Idee gehabt: wir decken dem Baby einen kleinen Geburtstagstisch. Ein kleiner Willkommensgruß von uns allen sozusagen.

Die Kinder waren ganz begeistert und begannen gleich, zu werkeln. Der kleine Bruder wickelte Spielzeug, das er dem Baby abgeben möchte, in Geschenkpapier. Das Mutzelchen fertigte ein Büchlein für ihre kleine Schwester an. Drinnen sind Bilder und Texte, worauf sich das Baby bei uns freuen kann. Zum Beispiel auf schöne Urlaube am Meer. Der Adventsjunge zeichnete ein Bild von der gesamten großen Familie mit allen Kindern. Da er gerade erst beginnt, figürlich zu malen, ist das ein ganz besonderes Geschenk. Ich habe es gleich eingerahmt.

Den Kerzenhalter haben der Liebste und ich auf unserem Biobauernhof an einem Stand gekauft. Die Blüte wurde in einer inklusiven Werkstatt in unserer Nähe hergestellt. Der Stoffkater heißt Felix. Den ersten habe ich mir vor 19 Jahren für meinen ersten Sohn ausgedacht. Seitdem haben alle meine Kinder einen eigenen Kater bekommen.

Für mich enthält der Willkommenstisch für unser Baby noch eine kleine Erinnerung, auch im Hinblick auf die bevorstehende Geburt. Alles wird gut.





Donnerstag, 3. August 2017

Blaubeer - Crostata


Ich stehe im Moment total auf Beeren! Sie sind ja so ein Schatz! Klitzeklein, aromatisch und dann auch noch soooo hübsch! Egal ob Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren oder Blaubeeren, ich mag sie alle. Vollgepackt mit vielen gesunden Nährstoffen gehören sie nicht umsonst zum sogenannten "Superfood". Hört sich doch super an, oder?! Am liebsten kaufe ich sie auf dem Wochenmarkt, da gibt es welche aus der Region. Die schmecken mir besonders gut und die Reise war für die empfindlichen Früchte zum Glück nur ganz kurz. Ich nasche die kleinen Schätzchen bevorzugt ganz pur. Aber sie machen sich auch sehr gut im Müsli, mit Joghurt oder Eis.

Neulich habe ich in der neuen Zeitschrift "Hygge" ein Rezept für Blaubeer-Crostata entdeckt. Das sah so schnell und einfach aus, das war mir gleich seeeeehr sympathisch. Moah, der Kuchen ist ein Gedicht! Und damit ich das Rezept nicht verbummeln kann, schreibe ich es heute mal auf:

Teig:

200g Mehl
1 Prise Salz
1 Tl Zucker
100g kalte Butter in Würfeln
80ml kaltes Wasser

Füllung:

ca. 300g Blaubeeren
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Orange (alternativ 1/2 Tütchen getrocknete Orangenschale)
2 El Mehl
40g Zucker

zum Bestreichen:

1 verquirltes Ei
3 El brauner Zucker

*  alle Teigzutaten ganz rasch glatt verkneten
*  die Teigkugel bedecken und für ca. 45 Minuten im Kühlschrank lagern
*  die gewaschenen Blaubeeren mit Orangenschale, Mehl und Zucker vermengen
*  den Teig rund ausrollen, Durchmesser ca. 30cm
*  Teig auf ein Blech mit Backpapier legen, die Beeren auf dem Teig verteilen
*  Rand rundherum ein Stückchen über die Beeren klappen und etwas andrücken
*  den Teigrand mit verquirltem Ei bestreichen und mit Zucker bestreuen
*  bei 220 Grad (Umluft 200°) ca. 20 bis 30 Minuten backen

Noch warm mit Eis oder Sahne servieren. Der Teig ist nicht zu süß und der Rand ist herrlich knusprig. Die Füllung ist warm noch etwas flüssig, nach dem Abkühlen etwas fester. Die feine Orangennote passt überraschend gut zu den Blaubeeren. Die Crostata schmeckt ganz bestimmt auch mit anderen Früchten.

Guten Appetit!










Dienstag, 1. August 2017

Hallo August!


im August werde ich...

hoffentlich eine gute Hausgeburt erleben 
endlich, endlich, endlich unser Augustbaby im Arm halten dürfen
Babyduft schnuppern
mein Wochenbett hüten und mich umsorgen lassen
das neue aufregende Familienleben genießen
noch weitere Ferientage mit den Kindern verleben
den Großen wiedersehen
keine weiteren Pläne haben ;-)


Freitag, 28. Juli 2017

Sommerferien-Schnipsel

Nunja, ich bin durchaus optimistisch an diese Sommerferien rangegangen. Drei ganze Wochen sind Schule und Kindergarten geschlossen. Seit Montag dieser Woche bis genau zum Geburtstermin unseres Augustbabys. Der Liebste arbeitet derweil. Seinen Urlaub hat er sich für die erste Zeit mit unserem Baby aufgespart.

So bin ich also täglich alleine mit den Kindern zu Hause. Der Montag fing gut an: Geschwisterstreit noch vor dem Frühstück! Na das kann ja heiter werden! Seitdem wurschteln wir uns so durch. Ein Ferienprogramm gibt es nicht. In der 38. Schwangerschaftswoche bin ich jetzt echt nicht mehr gut zu Fuß. Draußen sind wir nicht so oft. Kann ja auch niemand ahnen, dass dieser Sommer der regnerischste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist. Im nassen Garten können trotzdem die Wasserspritzen ausprobiert werden. Eimer und Gießkannen sind ja praktischerweise bis zum Rand vollgeregnet.

Am Mittwoch ist der Liebste ein bisschen eher von der Arbeit gekommen und wir sind alle zusammen ins nächste Hallenbad gefahren. Mit dieser Idee waren wir natürlich nicht alleine. Aber die Kinder hatten auf alle Fälle ihren Spaß. Ansonsten lesen sie viel, Mutzelchen ist jetzt beim dritten Harry-Potter-Band angelangt, hören Hörspiele oder basteln.

Schön ist, dass wir im Moment absolut keinen Zeitdruck haben. Wir können länger schlafen, meistens bis halb 8. Am Frühstückstisch tragen die Kinder noch ihre Schlafanzüge. Es gibt Ferienwunschessen. Wir hatten bis jetzt die Klassiker Nudeln, Hot Dog, Pfannkuchen, Pommes. Es folgen Pizza und Backgemüse. Und dann vielleicht wieder alles von vorn ;-)

Schön ist auch, dass mir die Kinder helfen, wenn ich sie drum bitte. Mutzelchen war Brötchen holen. Dann helfen alle drei beim Wäsche falten und bringen ihr Zeug in ihre Schränke. Dann waren Mutzi und der kleine Bruder einkaufen. Die Milch war alle und es fehlten noch ein paar Kleinigkeiten. Den Geschirrspüler räumen sie auch mal ein oder aus. Ich freue mich sehr über meine großen Kinder und nehme ihren Beitrag zur Hausarbeit nicht als selbstverständlich hin. Und lernen tun sie nebenbei auch etwas, ganz ohne Schule.

In den letzten Jahren habe ich immer über die Sommerferien eine lange Blogpause gemacht. Das hat mir jedes Mal sehr gut getan. Die Welt dreht sich auch ohne die ständige Präsenz im Internet weiter und ein gewisser Abstand lässt mich gelassen bleiben, was Trends oder Aufreger angeht. Sehr zu empfehlen!

Keine Sorge, diesmal mache ich keine lange Pause. Danke für die vielen netten Nachrichten und guten Wünsche! Das Warten aufs Baby ist einfach zu spannend. Letzte Nacht dachte ich fast, das könnte was werden. Aber dann bin ich doch zwischen den Wehen in 10minütigen Abstand eingeschlafen. Noch 16 Tage.


Freitag, 21. Juli 2017

Nestbau

Nach der ganzen Anspannung ist nun wirklich, wirklich der Endspurt meiner Schwangerschaft angebrochen. Ich kann das immernoch gar nicht richtig glauben. Ab übermorgen beginnt die 38. Schwangerschaftswoche und damit auch die Rufbereitschaft meiner Hebamme. Ab diesem Zeitpunkt darf das Baby kommen und zu Hause geboren werden.

Nun ist mein Kopf richtig frei für Vorfreude und die letzten Vorbereitungen. "Nestbau" heißt es ja so schön. Klar soll für das neue Baby alles schick sein. Aber da ist im Hinterkopf auch das Wissen, im Wochenbett wird keine Zeit mehr sein fürs Räumen und Putzen. Und damit wir in Ruhe das Baby anhimmeln können, ist nun alles bereit.

Ein Beistellbettchen habe ich von einer Internetfreundin gebraucht gekauft. (Danke ) Es ist ein Fabi Max Pro*. Es lässt sich in der Höhe verstellen und ist aus sehr schönem massiven unbehandeltem Holz. Das hellblau-karierte Nestchen und der weiße Betthimmel sind schon bald 19 Jahre alt und noch von meinem Großen. Beides war schon bei all meinen Kindern in Gebrauch und kommt von IKEA. Doch, doch, das Beistellbett wird nicht nur eine schicke Ablage sein. Die ersten Wochen wird das Baby höchstwahrscheinlich zwischen dem Liebsten und mir schlafen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Händchenhalten beim Schlafen ausreicht. Und dafür ist so ein Balkon-Bettchen echt sehr praktisch.


Der Adventsjunge bekam damals zur Geburt eine Bettmaus geschenkt. (Auch von einer Internetfreundin ) Seine Maus in hellblau liebt er bis heute heiß und innig und nimmt sie mit auf jede Reise. Für Babys ist das eine praktische Sache, weil man aus der langen Schlange ein Nestchen formen kann, in dem sie sicher und geborgen liegen können. Oft suchen Babys beim Schlaf eine Begrenzung für den Kopf und rutschen im Bettchen ans Gitter. So wird der Kopf gepolstert. In der Seitenlage wird durch die Maus der Rücken gut gestützt. Die Maus gibt es bei Bambalino bei Dawanda. Unsere ist 130 cm lang und trägt schon den eingestickten Namen unseres neuen Familienmitglieds.


Die Babyecke in unserem Schlafzimmer ist nun auch fertig. Im Sessel soll das Baby gefüttert werden. Zur Unterstützung beim Halten haben wir den Plüschmond von Theraline* besorgt. Der ist schön handlich und nicht so groß und wurschtelig wie ein langes Lagerungskissen. Die Füllung von Theraline ist sehr leicht, weich und feinkörnig und ganz besonders geräuscharm, wichtig, weil das Baby mit seinen Ohren draufliegt. (Wir hatten schonmal so einen Plüschmond, der ist leider in der zu kleinen Waschmaschinentrommel beim Schleudern angekokelt. Ja, echt!)

Den Wickeltisch gab es mal bei IKEA. Der Wickelaufsatz ist abnehmbar, dann ist es eine kleine Kommode. Ich wollte eine weiche und waschbare Auflage ohne Plastik dafür haben. In diese Auflage* habe ich mich gleich verliebt: sie trägt Strandhäuschen und Leuchttürme und passt durch die Größenauswahl ganz genau. Die Auflage wurde sehr schnell geliefert. Die süßen Fische aus Stoff* habe ich in Kühlungsborn in meinem Lieblingsladen gefunden. Die passen perfekt in die maritime Atmosphäre.

Unten im Schrank des Wickeltisches bewahren wir noch Kram vom Liebsten demnächst wieder Windeln, Feuchttücher und Mulltücher auf. Die Kleidung des Babys liegt griffbereit in offenen Körben im Regal neben dem Wickeltisch. Auf kleinen Schildchen steht drauf, was im Korb drin ist. Diese einfache Art der Kleideraufbewahrung hat sich schon bei den anderen Kindern ganz gut bewährt.

Wirklich brauchen tut ein Baby nicht viel, wie ich hier schonmal schrieb. Außer Armen, die es halten, Nahrung und Wärme. Aber es macht doch auch sehr viel Freude, ein neues Familienmitglied zu begrüßen und es mit schönen Dingen zu umgeben.




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Mittwoch, 19. Juli 2017

Abschied von der Grundschule

Nun ist es soweit: heute ist der allerletzte Schultag in der Grundschule für das Mutzelchen. Wir blicken sehr dankbar auf die letzten vier Jahre zurück. Lehrerinnen und Lehrer waren zugewandt und verlässlich für ihre Schülerinnen und Schüler da. Die Erzieherinnen und Erzieher in der Nachmittagsbetreuung waren sehr engagiert und fantasievoll. Unser Mutzelchen hat viel gelernt, auch außerhalb des Unterrichts.

Gestern Abend haben der Liebste, das Mutzelchen und ich kleine Dankeschön-Tütchen für all die Personen gepackt, denen wir danken wollen. Mutzi hat für jede Person ein Kärtchen mit persönlichen Worten geschrieben. "Du warst immer lustig!" "Dein Theaterunterricht war toll!" "Deine Rezepte waren lecker!" "Ich wünsche Dir noch ein schönes Leben!" oder "Ich werde Dich vermissen!" steht drinnen und ist verziert mit Portraits von Erwachsenen und Kindern der Schule.

In den Tütchen befinden sich Dankeschön-Tee, Schokolade und selbst gesammelte Muscheln, Schneckenhäuser und Steine von der Ostsee in Kühlungsborn und Dänemark. Wir sind sehr glücklich über die vergangene Zeit und freuen uns auch ein bisschen, dass diese Schule uns durch die Geschwisterkinder noch ein paar Jährchen erhalten bleibt. Oder wir ihr ;-)




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